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Social Signs und SEO – Rankingfaktoren

15. März 2014/in SEO und SEM

Viele Unternehmer nutzen Facebook und Twitter deshalb nicht, weil damit nur wenig Umsatz generiert wird. Doch die sozialen Netzwerke haben eine zumeist unterschätzte Auswirkung auf das Rating bei Google und Bing. Denn die durch das Drücken der Buttons entstandenen Nutzerempfehlungen bestimmen unter anderem das Pageranking.

Die Auswirkung von Social Signs auf das Google-Ranking

Das Ranking einer Webseite bei Google wird von über 200 verschiedenen Signalen beeinflusst. Die klassischen Optimierungs-Methoden sind beispielsweise:

  • Backlinks
  • interne Verlinkung
  • Auswahl der richtigen Meta-Tags
  • Qualität der Inhalte
  • Relevanz der Inhalte
  • Domainalter
  • Aktualität der Inhalte
  •  ausgehende Links
  • doppelter Content
  • Keyworddichte

Das Alter des Contents, der Grad der Inhaltsveränderung, die Entwicklung der auf des Contents verweisende Quellen und noch viele weitere Faktoren werden durch Google ständig neu berechnet. Zu den neueren Ranking Faktoren gehören auch die Ladezeit der Webseite und die Social Signals, die aus Empfehlungen der sozialen Netzwerke entstehen.

Social Signals sind Shares und Tweets, die durch das Drücken des Like- oder Teilen-Buttons in Facebook & Co. als Empfehlung entstehen. Wenn der Leser auf Facebook, Google+ oder Twitter einen Text oder ein Foto interessant und gut findet, drückt er den Social-Sign-Button.

Diese sozialen Signale erzeugen Aufmerksamkeit und bringen Besucher. Facebook ist nach Google zu einer der bedeutendsten Traffic-Quellen geworden. Gemäß einer Studie des Statistikportals Statista sind alleine aus Deutschland rund 26 Millionen Nutzer dort angemeldet – und viele davon nutzen das soziale Netz sehr intensiv. Jedes Teilen, jeder Kommentar und Like erreicht weitere potenzielle Besucher. Und auf diese Aufmerksamkeit sollte kein Unternehmer oder keine Internetseite verzichten.

Die bereits zuvor genannten klassischen Faktoren, um das Suchmaschinen-Ranking zu verbessern, bekommen nun also Zuwachs von Facebook & Co. Denn diese Social Signals werden auch in den Algorithmen von Bing oder Google analysiert. Doch der genaue Einfluss auf diese neuen Ranking-Faktoren ist nicht klar erkennbar, da sich Google bekannterweise nicht in den Such-Algorithmus schauen lässt.

Zusammenhang zwischen hohem Ranking und sozialen Signalen bestätigt

Eine Infografik „Wie soziale Signale Ranken“ hat in einem Versuch mit sechs Internetseiten herausgefunden, dass 100 Google+ Followers die Seite um 14,63 Prozent nach oben brachten. Drückten dreihundert Menschen 1+, rutschte die Seite immerhin noch um 9,44 Prozent nach oben. Und 70-mal Facebook Teilen und 50-mal Facebook Like sorgten für ein besseres Ranking von 6,9 Prozent.

Eine weitere Studie des SEO-Anbieters Searchmetrics zeigt ein ähnliches Ergebnis. Hier wurden 10.000 Keywords analysiert und mit der Anzahl der Facebook-Signale verglichen. Demnach hatten Internetseiten in guten Positionen auch immer viele Shares und Likes auf Facebook. Jack Menzel, Product Management Director Google Search äußert sich zu diesem Thema ähnlich. Er gab an, dass Links nach wie vor wichtig bleiben, aber soziale Signale bedeutender werden.Ein Zusammenhang zwischen den Social Signs und einem hohen Ranking ist also durchaus vorhanden und Google räumt den Social Signals eine immer stärkere Bedeutung zu. Doch von außen ist der kausale Zusammenhang kaum zu ermitteln, denn Seiten mit einer guten Position haben fast immer auch gleichzeitig viele Besucher, die wiederum den Seiteninhalt vielfach in die sozialen Netze weiterleiten.

Sind Social Signs nun Ursache, Wirkung oder gar beides?

Die zuvor genannten Statistiken sagen aber auch aus, dass eine Erwähnung bei Google+ mehr Erfolg verspricht als bei Facebook. Doch warum bringt eine Erwähnung in den sozialen Netzwerken überhaupt solch einen Erfolg beim Suchmaschinen-Ranking?

Webseitenbetreiber können Links kaufen, tauschen, mieten oder anwerben – dies ist bei Social Signs nur im geringen Umfang möglich. Daher bewertet Google diese als Nutzersignale, die nur sehr schwer zu manipulieren sind. Auch sind sie stets aktuell und auch hier heißt es: Qualität statt Quantität. Die Menge alleine entscheidet nicht – wesentlich bedeutender ist, welche Personen und Quellen beteiligt sind.

Fazit: Social Signs werden Links nie vollständig ersetzen, doch deren Bedeutung wird als Ergänzung in Zukunft stark zunehmen. Gerade für Internetseiten, die auf Aktualität angewiesen sind, wie Online-Zeitschriften und News-Portale, werden soziale Signale immer wichtiger. Denn sie haben Einfluss darauf, mit welcher Freshness Google die Seite einstuft.

https://www.austrianweb.at/wp-content/uploads/2018/12/Austrianweb-Suchmaschinenoptimierung-Logo.gif 0 0 austrianweb https://www.austrianweb.at/wp-content/uploads/2018/12/Austrianweb-Suchmaschinenoptimierung-Logo.gif austrianweb2014-03-15 14:20:262021-10-29 16:17:35Social Signs und SEO – Rankingfaktoren
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4 Kommentare
  1. mike sagte:
    15. März 2014 um 18:32

    Auf kurz oder lang wird keiner von uns drum herum kommen Social Signale ins Optimieren mit einzubeziehen. Ich hab mich mal umgesehen und man kann likes bereits kaufen. Das zerstört wieder das ganze System von Google.
    Bevor man seine wertvolle Zeit ins optimieren von Google+ und co steckt würde ich lieber erst mal abwarten wie sich das noch entwickelt.

  2. Peter sagte:
    16. März 2014 um 8:49

    Ich vernachlässige bei meinem Blog auch die sozialen Netzwerke, wie facebook. Ich will zuerst mal einige Inhalte schaffen, bevor ich mich mit facebook beschäftige. Was ich als nächstes angehen will ist die interne Verlinkung. Da ich WordPress benutze hoffe ich da auf ein gutes Plugin. Aber ein ist klar, durch die Ausdehnung auf die sozialen Medien wird die Arbeit für einen Webseitenbetreiber aufwändiger, als ohne.

  3. Wolfgang sagte:
    17. März 2014 um 12:50

    Das mag alles richtig sein und genau dort liegt das Problem. Man optimiert nicht alleine, schliesslich sind andere auch klug und suchen nach Tipps und Tricks. Wenn die Masse optimiert, ja wer ist dann der Bessere? Der besser platzierte? Der Wissende oder der Zahlende?

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  1. NETPROFIT Blog sagt:
    25. November 2014 um 13:56 Uhr

    Social Signals, Nutzerverhalten ein Rankingfaktor?!

    Seit Jahren gibt es eine nachweisbare Korrelation zwischen positivem Nutzerverhalten (User Intent), social Signals und dem Ranking von Webseiten bei Google & Co. Sind demnach Nutzersignale, social Signals womöglich ein spezieller Rankingfakto…

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