Panda 4.0-Update: alles Wissenswerte

Panda-4-0-Update

Vor einigen Tagen wurde wieder einmal mit der Version 4.0 ein neues Panda-Update veröffentlicht. Panda ist der Codename für Updates an Googles Ranking Algorithmus. Es handelt sich hierbei um einen Filter, welcher auf den Google-Index angewandt wird und die Sichtbarkeit schlechter Webseiten herabsetzt. Die Version 4.0 hat nun den Schwierigkeitsgrad deutlich erhöht. Welche Rückschlüsse daraus nun für das SEO zu ziehen sind, wird nachfolgend umfassend erläutert.

Vier bedeutende Updates in den letzten Tagen

Vermutlich hat es in den letzten Tagen mindestens vier solcher Updates gegeben – anders lässt sich die Ranking-Verschiebung nicht erklären. Den größten Einfluss hat dabei die vierte Panda Version: auch sie versucht, die Inhalte der Search Engine Result Pages (SERPs) zu verbessern.

Betroffen sind rund 7,5 Prozent aller englischsprachigen Suchergebnisse. Und bei ca. 7 von 100 Suchen können regelmäßige Internetnutzer erhebliche Änderungen feststellen. Dies äußert sich darin, dass entweder Seiten, die zuvor auf den vordersten Plätzen gelistet waren, nicht mehr zu finden sind und im Gegenzug Webseiten, die vorher nicht da waren, nun vorne platziert sind. Besonders betroffen sind Plattformen wie eBay, die mit Sichtbarkeitsverlusten von knapp 20 Prozent zu kämpfen haben und ebenfalls die Preissuchmaschine Idealo. Zahlreiche Schnäppchenportale und Wetterseiten sind nun gleichfalls auf den hinteren Rängen zu finden.

Zusammen mit dem Panda Update sehen SEO-Experten vier Updates gleichzeitig:

  1. Panda 4.0
  2. Payday-Loan Update
  3. Manuelle Spam-Maßnahmen gegen einige Domains wie eBay.de, Blog.de und WordPress.com in Spanien
  4. Aufhebung alter Penalties ohne Stellung einer Reinclusion Request

Beim Payday-Loan Update werden Keywords verfolgt, die ein Ziel von Spam sind und bei denen es um höhere Geldbeträge geht, die sogenannten Money-Keys. Daher stammt auch der Name Payday-Loan. Hiervon sind allerdings deutlich weniger Keywords und Domains betroffen, sondern vielmehr Märkte, die bisher noch nicht so stark im Fokus der Spamwächter standen, wie Deutschland oder die USA.

Mit dem dritten Update bzw. einer manuellen Maßnahme sollen vermutlich illegale SEO-Methoden, wie beispielsweise das Hacken von WordPress-Blogs und die dortige Linksetzung, durch diese Such-Algorithmus-Anpassung bekämpft werden. Google hat bei eBay.de und weiteren eBay Länderdomains ein sehr starkes Verzeichnis fast vollständig aus dem Ranking genommen.

Auch bekannte Themenseiten betroffen

Ebenfalls fällt auf, dass gerade große Zeitungen an Sichtbarkeit verloren haben. Dies zwar nur im geringen Umfang, doch viele Themenseiten von zeit.de, sueddeutsche.de, welt.de und spiegel.de gingen zeitgleich nach unten. Was besonders auffällig ist: einzelne und sehr gute Artikel ranken viel besser! So kommen nun einzelne Artikel auf Rankingpositionen, die früher undenkbar waren, da sich dort große Tageszeitungen oder Online-Shops als Platzhirsche befanden.

Domains und Verzeichnisse mit besonders umfangreichen redaktionellen Inhalten gehören zu den Update-Gewinnern. Anscheinend scheint Google also seinem Ziel, gute Inhalte besser zu ranken, ein ganzes Stück näher gekommen zu sein. SIXTRIX bietet auf dieser Webseite ein hilfreiches Tool, um die Veränderung des Sichtbarkeitsindex einer Website durch die Updates zu überprüfen. Dazu muss nur die Domain in dem entsprechenden Fenster erfasst werden und es erfolgt eine sofortige Auswertung.

Ranking-Änderungen auch bei Download-Seiten

Sichtbare Veränderungen gab es auch im Bereich der Downloadseiten. Der bisherige Platzhirsch softtronic.de rutschte ebenso wie der Apple iTunes-Store ein ganzes Stück nach unten. Dafür gewann im Gegenzug das Download-Verzeichnis von computerbild.de und konnte einige Plätze gutmachen.
Viele betroffenen Domains reagieren bereits jetzt auf das Panda-Update. Dies lässt sich anhand des Beispiels geschenke.de beobachten: nach dem ersten Panda-Update verlor die Domain an Sichtbarkeit. Durch das neue Panda 4.0 konnte dieser Abwärtstrend gestoppt werden. Ähnlich ergeht es zahlreichen anderen Domains.

Guter Content und redaktionelle Inhalte profitieren

Nach dem letzen Update ist nun deutlich die Richtung erkennbar, wohin sich Google auch zukünftig bewegen wird: Seiten, die keinen echten Content bereitstellen, werden es künftig schwer haben. Seitenbetreiber hingegen, die tatsächlich Texte mit einem echten Mehrwert für die Leser zur Verfügung stellen, werden hingegen als Gewinner hervorgehen.

Insbesondere Vergleichsportale, Schnäppchenseiten oder auch Preissuchmaschinen sind von der neuen Panda-Version negativ betroffen. Denn diese aggregieren überwiegend den Content anderer und stellen keine selber produzierten Inhalte bereit.

Doch natürlich gibt es nicht nur Verlierer. In Deutschland konnte die Sichtbarkeit einiger Seiten um bis zu 400 Prozent erhöht werden. Selbst Seiten, die nichts änderten, profitieren passiv von den abgestraften Seiten.

Was dagegen unternommen werden kann

Low-Quality Content schadete früher dem Ranking der gesamten Domain – Panda ist jedoch deutlich sensibler geworden. Anstatt nun die komplette Seite abzustrafen, werden nur noch einzelne URL oder Verzeichnisse mit dem Filter belegt.

Wer zu den Panda Verlierern gehört, sollte zunächst einmal analysieren, welche Seite verloren hat. Diese Seite gilt es nun zu verbessern und mit gutem Content zu füllen. Beim nächsten Panda-Update wird dann auch das Ranking wieder steigen.

Hier noch einmal die Änderungen in Kurzform, an denen gezielt gearbeitet werden kann, um das Ranking wieder zu verbessern:

  • Kleine Domains mit sehr guten Inhalten profitieren und haben wieder sehr gute Chancen, auch gegen bekannte Marken zu gewinnen
  • Content wird nicht mehr auf der ganzen Domain abgestraft, sondern ist deutlich sensibler geworden und bestraft oder belohnt auf URL-Basis
  • Ehemalige Panda-Opfer wurden aus der Bestrafung entlassen

Fazit: Panda ist nun im vierten Jahr – 2011 wurde es erstmalig veröffentlicht. Auch in Zukunft ist noch mit Änderungen zu rechnen, da solche erheblichen Update-Eingriffe in der Regel nur stückchenweise durchgeführt werden. Die größte Aktualisierungswelle sollte allerdings überstanden sein!

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