SEO-Power

Google-Ranking bestehender Blog-Artikel verbessern

Das Internet vergisst so gut wie nichts. Selbst alte Seiten können auch heute noch für Traffic sorgen, wenn einige Dinge beachtet werden. Insbesondere für Blogger ist dies ein großer Vorteil – vorausgesetzt, der Text wurde auch für Keywords optimiert. Zudem kommt, dass Google sein Quality Rating verändert hat – dies sind die Richtlinien, wie Google die Webseiten im Internet bewertet.

Alte Blogartikel voranbringen – so klappt´s

Blogger, die bereits länger und regelmäßig schreiben, können sich sicher sein, dass sie bereits diverse Rankings bei Google haben. Vor allem die Verwendung bestimmte Longtail Keywords sorgt recht schnell für ein Ranking. Daher geht es im ersten Schritt stets darum, sein Ranking erst einmal zu finden. Dies gelingt am besten mit dem Google Webmaster Tool, welches inzwischen deutlich mehr Informationen liefert als das oft verwendete Analytics. Sehr gute Auswertungen ermöglicht zum Beispiel die Funktion „Die häufigsten Seiten“.

Webseiten, die in den ersten drei Seiten bei Google erscheinen, können mit einer entsprechenden Optimierung mehr nach vorne gelangen. Hierfür können folgende Methoden verwendet werden:

Artikel erweitern oder umschreiben

Eine Regel sagt, dass Artikel entsprechend lang sein müssen – 200 Wörter reichen nicht. Wer noch ältere Texte auf seinem Blog hat, die recht kurz sind, sollte diese erweitern. Anstatt einen völlig neuen Text zu verfassen, reicht es manchmal auch aus, einen alten Text einfach umzuschreiben. Und auch dann, wenn Inhalte nicht mehr stimmen, ist es an der Zeit, alte Artikel zu verändern. Dies hat zudem noch einen weiteren positiven Nebeneffekt: die Leser bleiben länger auf der Seite und dies sorgt ebenfalls für ein besseres Ranking, da Google auch die Bounce Rate misst und bewertet.

Weitere Blog-Artikel schreiben

Bereits bestehender Content lässt sich ebenso mit zusätzlichen Texten verbessern. Der neue Content sollte möglichst Longtail-Keywords – passend zum eigentlichen Keyword – enthalten und auf diese Longtails optimiert werden. Eine Verlinkung mit dem Hauptartikel sorgt dafür, dass dieser Longtail-Text dem Hauptartikel untergeordnet ist– dies wird auch als Silo-Struktur bezeichnet.

Wdf*idf Optimierung

Mit der wdf*idf-Formel lässt sich erkennen, welche Keywords von gut bewerteten Seiten wie oft verwendet werden. Berechnet werden Anzahl und Art bestimmter Schlagwörter. Ausgangspunkt ist eine bestimmte Keyworddichte – sie gibt an, wie oft innerhalb eines Online-Dokuments ein bestimmter Term vorkommen muss. Dazu wird das Keyword ins Verhältnis zu anderen im Text vorkommenden Wörtern gesetzt. Wie hoch nun der ideale Richtwert liegt ist nicht bekannt und die Meinungen unter den SEO-Experten gehen stark auseinander. Größtenteils wird ein Richtwert zwischen zwei und vier Prozent als perfekt angesehen. Sicher kann es nicht schaden, in etwa auf diese Berechnung hin die Keyworddichte eines Textes zu optimieren.

Interne Verlinkung nutzen

Zwar hat ein interner Link nicht die gleiche Aussagekraft wie ein externer Link zu einer guten und wichtigen Webseite, trotzdem führt die interne Verlinkung ebenfalls zu einem besseren Ranking. Wird zum Beispiel von einer Unterseite auf die Startseite verlinkt, wird der Rage Rank der Startseite, der in der Regel sehr hoch ist, an diese wichtige Unterseite weitergegeben. Ein weiterer Vorteil: interne Links können auch mit harten Keywords verlinkt werden!

Linkaufbau

Ein Linkaufbau ist immer mit Vorsicht zu genießen. Denn wird innerhalb von nur kurzer Zeit zu viel verlinkt, kann es sein, dass Google hierfür abstraft. Doch in der Regel reichen bereits ein paar wenige Links, um im Ranking zu steigen. Die wichtigsten Methoden hierfür sind:

  • Gastartikel auf relevante und ausgezeichnete Blogs veröffentlichen
  • Youtube-Video in Beschreibung auf Artikel verlinken
  • Domain kaufen und aus passendem Content auf den eigenen Blog verlinken
  • in Foren mit passendem Inhalt in Postings auf die eigene Webseite verweisen
  • Text auf Reddit oder ähnlichen Seiten teilen

Von Usern generierten Content veröffentlichen

Der neue Quality Rater von Google überprüft nun auch die Qualität des Contents – hoch bewertet werden insbesondere von Usern erstellte Artikel. Dabei kommt es nicht unbedingt auf die Professionalität des Nutzers an. So ist beispielsweise ein an einer Krankheit leidender Mensch in einem Forum mit Fokus auf diese Erkrankung genauso ein Experte wie ein Mediziner.

Zu viel Werbung vermeiden

Auch der neue Quality Rater ist nun dazu angehalten, zu viel Werbung abzustrafen. Dasselbe gilt auch für sekundären Content oder Werbung, die wie Links in der Seitennavigation erscheint.
Webseiten-Design verbessern

Ein Störfaktor für das Webseiten-Design sind sich ständig öffnende Pop-ups. Wohl jeder kennt die Werbestrategie vieler Online-Zeitschriften, in denen der Text ständig durch sich öffnende Pop-ups verborgen wird, die der Leser mühevoll wegklicken muss.

Seiten mit Mehrwert für den Leser versehen

Seiten mit autogeneriertem oder schlechtem Content werden ab sofort abgestraft und erhalten sofort im Quality Ranking immer die niedrigste Bewertung. Daher ist es extrem wichtig, den Blog ausschließlich mit hochwertigem Content zu füttern.

Kontaktinformationen und „Über uns”

Ebenfalls geändert wurden die Quality Richtlinien nun auch zum Bereich der Kontaktinformationen und Über-uns-Seiten. Eine hohe oder sehr hohe Einstufung erhalten nur noch Seiten, die auf ihre Kontaktinformationen achten und eine Über-uns-Seite integrieren.

[Gesamt:3    Durchschnitt: 9/5]
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10 Antworten
  1. Ingenieur
    Ingenieur says:

    Daniel, ich stimme dir voll zu. Es gibt keine Patente in diesem Fall. Selbst wenn man viele exklusive Berichte in seinem Blog hat, gibt es keine Erfolgsgarantie. Man darf wohl nicht vergessen, dass manch anderer Blogger auch andere, nicht unbedingt „weiße“ SEO-Mittel verwendet, die ihn nach vorne pushen…

    Antworten
  2. Olaf
    Olaf says:

    WDF*IDF: ich habe es einige Male versucht mittels eines (kostenlosen) Tools. Leider bin ich der Meinung, dass dieses Tool nicht wirklich den Sinn einiger Wörter im Artikel erfasst (wie soll es das auch?!) So hat es dann beispielsweise vorgeschlagen ein Wort öfter einzusetzen, was mehr der „Kreativität“ des Schreibers entsprungen ist. Ein geübter Schreiber weiß doch von alleine wie ein Artikel aufgebaut sein muss und wann welche Keys oder Synonyme zu verwenden sind.

    Meine 2 Cent zum Thema…

    Gruß

    Olaf

    Antworten
  3. Martin
    Martin says:

    Danke für den Artikel – gut und informativ geschrieben. Besonders hervorhebenswert finde ich den Verweis auf den Mehrwert für den Leser. Die Google-Tendenz geht (meines Erachtens nicht unberechtigt) klar in Richtung wertvoller/guter content, da Google seinen suchenden usern die bestmöglichen Ergebnisse präsentieren will. Alte Artikel zu erweitern kann dabei ein guter Mittelweg sein, um eventuell durchschnittliche Beiträge auf ein hohes Niveau zu bringen.

    @ Raffael
    Ich betreibe meinen Firmenblog zwar erst seit kurzem, aber konnte schon einige fähige Autoren davon überzeugen momentan oder in Zukunft einen Gastartikel zu verfassen. Dabei handelt es sich größtenteils um ausgewählte ehemalige Kommilitonen oder aktuelle Studenten, die über die nötige Fachkompetenz verfügen, einen qualitativ hochwertigen Artikel zu verfassen. Einfach mal im eigenen Netzwerk umschauen und es den Leuten schmackhaft machen.

    Antworten
  4. Robert
    Robert says:

    Guter Artikel mit guten Ansätzen – auch wenn man hier den WDF-Hype (schon wieder) vorgesetzt bekommt 😉 Trotzdem hat mich der Artikel dazu bewegt mal wieder eine Bestandsaufnahme bei meinem Privatblog zu machen und ich habe schon ein paar Kandidaten zum „Ausbau“ gefunden.

    Antworten
  5. Daniel
    Daniel says:

    Wenn ich die Rankings diverser Seiten in den Google Ergebnissen anschaue, wundere ich mich schon ab und zu.
    Dann zweifle ich auch ob es ein Patentrezept gibt für gute Rankings. Wahrscheinlich nicht, zumal Google seine „Biester“ in immer kürzeren Abständen von der Leine lässt.

    Antworten
  6. Christoph N.
    Christoph N. says:

    Ein guter Tipp bei Blogartikeln ist zudem momentan nicht das Veröffentlichungsdatum, sondern die letzte Aktualisierung anzuzeigen.

    Macht nicht nur für Nutzer Sinn, sondern auch für Google. Sogar aus mehreren Gründen: Der Pluspunkt „Neu“ direkt von Google und das neue Datum in den Suchergebnissen, welches zu einer höheren CTR und somit wieder zu besseren Ranking führt.

    Jaja, für die lustige Formel verwende ich SEOlyze, wobei ich mir nicht sicher bin, ob es wirklich was nutzt. Relevante Begriffe schön und gut, aber die Formel… Eher nur ein Hype.

    Mit besten Grüßen aus Graz,

    Christoph

    Antworten
  7. Michael
    Michael says:

    Danke für den Artikel, gefällt mir wirklich gut. Nur das mit WDF*IDF beachte ich selbst bei meinen Texten nicht. Das ist mir einfach viel zu viel Aufwand.
    @Raffael: Usergenerierter Content fängt bei mir schon bei den Kommentaren an. Ich prüfe z.B. vor jedem Kommentar ob der Blog überhaupt für gute(!) Kommentare PageRank vergibt oder ob nofollow selbst bei ausführlichen Kommentaren aktiviert ist. Wenn das der Fall ist gebe ich mir beim Kommentieren auch keine Mühe (wenn überhaupt). Und man sollte auch darauf achten, dass das Thema selbst Diskussionen anregen kann. Falls das nicht so der Fall ist, kann man ja etwas provokanter schreiben 😉
    Bei einer etwas größeren Blog Community ist es dann nicht so schwer neue Artikelschreiber zu akquirieren. Aktive User freuen sich sogar, wenn man sie direkt drauf anspricht ob sie nicht mal was über das Thema schreiben wollen.

    Antworten
  8. Raffael
    Raffael says:

    Ihr schreibt „Von Usern generierten Content veröffentlichen“. Das ist jedoch leichter getippt (bzw. gesagt) als getan, denn in der Realität ist es doch eher selten, dass sich ein User wagt, mal einen Gastartikel zu schreiben. Leider.

    Antworten
  9. Florian
    Florian says:

    Ich finde es ziemlich amüsant, wenn sich „SEO Experten“ über den besten WDF*IDF Wert oder das beste WDF*IDF Tool diskutieren. Erstens gehe ich nicht davon aus, dass jeder Redakteur oder Texter genau nach den Vorgaben des Tools arbeitet und nicht alles einbaut, was mir ein WDF*IDF Tool vorgibt (u.a. den Mitbewerbernamen oder weniger sinnvolle Begriffe) – sprich das Tool oder der perfekte Text wäre jetzt schon nicht mehr möglich.
    Zweitens finde ich interessant, wenn SEO´s behaupten dieses oder jenes Tool besser sei weil noch kein Mensch auf diesem Planeten eine ausführliche Dokumentation erstellt, in welchem man verschiedene WDF*IDF Tools tatsächlich vergleicht und zwar anhand vieler Domains, Textoptimierungen usw.
    Drittens crawlen die bekannten Jungs die das ganze ins Leben gerufen haben etwas anders als es öffentlich dargestellt wird (die ersten 10, 15, 20 usw.). Da stecken dann ein paar Server mehr drin, die bis auf Seite X crawlen. Nur ob man dadurch dann wirklich bessere Werte erzielt und der Nutzer des Tools dann aufgrund dieser Auswertungen genau DEN perfekten Text schreibt, steht wieder in den Sternen.

    Antworten

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