Das neue Facebook Seiten Layout – was kann es und wie können es Firmen nutzen
Im Februar 2012 hat Mark Zuckerberg im Zuge der Weiterentwicklung von Profil- und Firmendarstellungen auf der Plattform Facebook angekündigt und präsentiert und spätestens am 30. März wurden alle Facebook Pages auf diese neue Gestaltung umgestellt. Die Zielgruppe dieser Funktion in Facebook, mit der man statische Content-Seiten mit Schnittstellen für Flash und HTML, zugänglich über eine eigene Facebook-Adresse, anlegen und entkoppelt vom eigentlichen Facebook-Account des Erstellers (Sofern der Nutzer die Administration und Eignerschaft beispielsweise an eine andere Person oder Personen abgibt) , sind vor allem NGOs (Non-Governmental Organisations, zivilrechtliche Organisationen und Vereine), Unternehmen sowie Produkte und Marken, also klar der semi-kommerzielle und konkret kommerzielle Bereich, die Zugriff auf mächtige Social Marketing Plattformen im Rahmen des weltweit größten Social Networks benötigen.
Das bedeutet von der einfachen Vereinswebseite ihres Sportvereins über ihre Hausbank bis hin zur Markenrepräsentation ihres Lieblings-Softdrink haben alle möglichen Formen von Organisationen und Unternehmen die Möglichkeit, auf der Plattform Facebook durch die der Seite zugewiesenen Administratoren als eigenständige Person in den Timeline der Nutzer erscheint, die diese Facebook Page im Vorfeld geliked haben.
Dabei spielen eine Vielzahl von Crowding-Effekten mit hohem kumulativen Seiteneffekten Zusammen, die mit dem neuesten Upgrade durch Zuckerbergs Social Media-Giganten um eine Reihe neuer und zeitgemäßer Funktionen erweitert, die die Umsetzung von klugem Social Media-Marketing attraktiver und im Kontext der SEM-Funktionen und der aktiveren Kundenbindung durch multimediale Inhalte ermöglicht, wie die folgende Beispiele eindrucksvoll beweisen:
- Zunächst zum für den Customer unsichtbaren Bereich: Dem Administrationsbereich der Facebook Seiten, die in früheren Versionen den einen oder anderen Administrator vor offenen Fragen in Sachen Usability der Admin-Oberfläche als auch der Auswertung der über die Facebook Page laufenden Aktivitäten, wie etwa dem Erfassen der letzten Beitritte zur Page / Gruppe und weiterer Statistiken, die das Marketingmanagement dieses Mediums in seiner Wertigkeit um mehrere Potenzen erhöht, da für diese Besucherstrom-Analye bisher externe Anwendungen benötigt wurden, bringt dieses Update der neuen Facebook Pages-Version gleich von Haus aus mit.
- Die neue Facebook Page besitzt ein auf nahezu ganzer Bildschirmbreite ein Titelbild, dass dem Seitenadministrator große, gestalterische Freiheit für den „ersten Blick“, der für die Grundsteinlegung der markenbezogenen Kundenbindung nach aktueller Lesart eine essentielle Komponente des First-Customer-Impress darstellt. Und damit, trotz seiner passiven Wirkungsweise nimmt diese Neuerung in der Gestaltung neben der Umgestaltung der Timeline der Pages den Bärenanteil der für den Customer sichtbaren gestalterischen Veränderungen ausmacht und dementsprechend zielgerichtet und auf die eigenen Zielsegmente und -gruppen angepasst werden kann.
- Die Funktion, die Seiten-eigenen Apps gesondert hervorzuheben, ist auch in der aktuellen Revision der Facebook Pages wieder implementiert und erlaubt es, die als Facebook-interne in-Browser-Applikation gestalteten Inhalte an exponierter Position, für den User leicht zu erreichen, zu implementieren. Diese Apps haben sich in der Vergangenheit gerade für die Verwendung von Marketing-Aktionen und andere Präsentationsformen und Funktionen für den Nutzer (Bildmanipulations-Apps wie etwa Instagram, Analyse-Apps für das eigene Profil und den Freundeskreis, Marken-Bezogene Spiele, etc.) sehr bewährt, da die Interaktivität der Applikationen der Facebook Seiten zu einer Festigung des Customer-Brand-Verhältnisses sorgt und vor allem für aktiven Konsum der eigenen Message und Kampagne sorge trägt.
- Die Option, als Marke, Unternehmen oder NGO direkt im Bereich der Timeline der Anwender mit eigenen Beiträgen die Kundenansprache und Kampagnen-Realisierung in C2B-Kontakt zu treten, wurde hier verbessert und begrenzt das Anlegen von Beiträgen auf öffentliche Sichtbarkeit und garantiert fehlerfreie Weitergabe der Postings auf der eigenen Wall zuverlässig auf alle Timelines der Gruppenmitglieder.
Wie auch bei den Google Plus Unternehmensseiten haben sie mit den Facebook Pages ein mächtiges Werkzeug für die Akquise von Werbekonsumenten, aus denen mit attraktiven Aktionen und Angeboten sowie Anwendungen in Form der integrierten Apps eine langfristige Kundenbindung und eine tiefgehende Aufnahme der strategischen Message in Form von Claims und anderen Markenattribute durch das aktive Konsumieren der von ihnen bereit gestellten Inhalte sowohl auf bewusster wie unbewusster Ebene stattfindet und in langer Frist zu einer Markenbindung führt.
Es bleibt also wie es ist: Alles wird anders, und mit diesem Update haben die Entwickler unter der Leitung des Social Media-Genies Mark Zuckerberg mit dieser Anpassung der technischen wie gestalterischen Umsetzung ein gutes Händchen bewiesen, die Third-Company-Platforms enger in die Struktur von Facebook im Stile der derzeit im Rollout befindlichen Facebook Timeline einzubinden und den Marketern und Administratoren wirkungsvolle Mittel an die Hand zu geben, um die eigene Arbeit anhand von Zahlen bequem auf Knopfdruck aufbereiten lassen zu können und so eine längerfristige, nicht vom Ausschluss aus der Facebook-API bedrohten Third-Party-Tools abhängige, Analysemöglichkeit bereitzustellen, auch, um dem Abzielen des Konkurrenznetzwerkes Google+ auf den B2B und C2B-Markt einen Riegel vor zu schieben und eine längerfristige Bindung der kommerziellen und semi-kommerziellen Unternehmungen durch schlicht ergreifende Kundenzufriedenheit auszubauen und zu erhalten, einen Wechsel zu verzögern, wenn nicht zu verhindern.