IP-Adressen werden knapp – Was kommt dann?

Wer professionell Suchmaschinenoptimierung betreiben will muss sich zwangsweise auch mit Servern und IP Adressen auseinandersetzen.

Aber nun werden die IP Adressen knapp – aber was kommt dann?

Bereits im Jahr 2008 machte ein Bericht der OECD (Organisation for Economic Co-operation and Development) in den Medien Schlagzeilen, der besagte, dass im Jahr 2011 die verfügbaren IP-Adressen des bisher genutzten IPv4-Protokolls zur Neige gehen werden. Nun schreiben wir besagtes Jahr 2011 – und das Problem existiert nach wie vor. Die rund 4,3 Millionen IP-Adressen sind angeblich fast alle vergeben – wie viele es sind, kann allerdings niemand genau sagen. Doch die Lösung für das „Platzproblem“ steht bereits in den Startlöchern: das Internet Protocol Version 6, kurz IPv6. Wirklich neu ist es nicht, denn es wurde bereits Ende der 1990er Jahre als unmittelbarer Nachfolger des IPv4-Protokolls entwickelt. Es ermöglicht immense 340 Sextillionen IP-Adressen, die angeblich jedem Quadratmillimeter der Erde 600 Billionen Adressen zuweisen könnten. Eine kaum vorstellbare Relation. Experten gehen davon aus, dass das neue Protokoll den Adressmangel für unbestimmte Zeit aus der Welt schaffen wird. Viele deutsche Provider, darunter die Telekom, wollen das bisher fast ungenutzte IP-Protokoll bereits in naher Zukunft weitläufig einsetzen.

Mit der Einführung des IPv6-Protokolls werden sich einige Elemente ändern. So werden Netzwerkmasken überflüssig, außerdem sollen die Netzwerkkonfiguration sowie der Betrieb einfacher werden. Vermutlich wird auch die umständliche Adressverwaltung wegfallen, die bei IPv4 aufgrund der IP-Knappheit unausweichlich war. Der Wechsel von IPv4 auf das neue Protokoll im LAN ist in der Regal unkompliziert, da es bereits von den gängigen Betriebssystemen wie Windows 7, Linux oder McOS beherrscht wird. Aufpassen muss man jedoch bei WLAN-Router und DSL-Modem: Die wenigsten sind auf das IPv6-Protokoll eingestellt, so dass der Austausch dieser Geräte vonnöten sein kann.

Diese Inkompatibilität kann Störungen in der Vernetzung verursachen. So genügt bereits ein einzelner Router, um ein Netzwerk streckenweise lahm zu legen. Dennoch ist die Initiation von IPv6 notwendig – und sie steht kurz bevor: mit dem „World IPv6 Day“. Diesen haben Internet-Konzerne wie Google, Facebook & Co für den 8. Juni 2011 ausgerufen. Er ist als Präsentationsplattform für neue Produkte rund um IPv6 geplant. Experten gehen übrigens davon aus, dass beide IP-Techniken in den kommenden zehn Jahren noch parallel angewandt werden. Grund zur Eile besteht für den privaten Anwender beim Wechsel also nicht.

Doch warum sind IP-Adressen überhaupt wichtig? Ganz einfach: Sie sind für die Kommunikation und Vernetzung zwischen Endgeräten unverzichtbar. Die 12-stellige Nummer dient der Identifizierung von Computern oder Smartphones und ist deren ‚Anschrift’ für die Übermittlung von Datenpaketen. Wer im Internet unterwegs ist, könnte ohne IP-Adresse nicht eine Seite anschauen.

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