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Ideale Beitragslänge für Tweets und sonstige Social-Media-Postings

Social-Media

Die Thematik der optimalen Beitragslänge beschäftigt schon länger Social Media Manager, Autoren und Redakteure. Wie lang darf der perfekte Online-Beitrag nun sein? Um erfolgreich zu sein, müssen alle Inhalte optimal auf die jeweiligen Netzwerke angepasst werden.

Ideale Länge eines Tweets beträgt 100 Zeichen

Eine Studie von Buddy Medien über die effektivste Tweet-Länge ergab, dass 100 Zeichen das beste Ergebnis für einen Tweet erzielte. So sind bei Twitter mobile Textnachrichten auf 140 Zeichen beschränkt, damit sie auch unterwegs konsumiert werden können. Die Studie ergab zudem, dass kürzere Tweets unter 100 Zeichen eine bis zu 15 Prozent höher Interaktionsrate besaßen.

Ähnliche Studien über die 100 bekanntesten Marken auf Twitter bestätigten das Ergebnis der Buddy-Medienforschung. Track Sozial fand heraus, dass Beiträge mit mittlerer Länge zwischen 71 bis 100 Zeichen erfolgreichsten waren und am häufigsten retweetet wurden.

Die ideale Länge eines Facebook-Beitrags liegt unter 40 Zeichen

Vierzig Zeichen sind nicht gerade viel. (Die obige Überschrift beträgt 54 Zeichen). Doch 40 ist gemäß Jeff Bullas die magische Zahl. Er maß die Interaktion von Beiträgen bekannter Einzelhandelsmarken auf Facebook und stellte fest, dass 40-Zeichen-Beiträge 86 Prozent mehr Interaktion erhalten als andere. Posts mit 80 Zeichen oder weniger erhalten eine immerhin noch um 66 Prozent höhere Interaktionsrate.

Die ideale Länge einer Google+ Überschrift beträgt weniger als 60 Zeichen

Um die Lesbarkeit und das Aussehen von Google+ Beiträgen zu optimieren, sollte eine Schlagzeile 60 Zeichen nicht überschreiten, da so kein Zeilenumbruch geschieht und der Beitrag deutlich lesbarer ist.
Nach einer Layout-Änderung von Google erscheinen nur noch die ersten drei Zeilen des ursprünglichen Beitrags. Diese sollten möglichst als Teaser genutzt werden, um die Leser zum Weiterlesen zu animieren.

Die ideale Länge einer Überschrift beträgt 6 Wörter

Wissenschaftler fanden heraus, dass Menschen dazu neigen, nur die ersten und letzten drei Wörter einer Überschrift genau zu lesen. Die Chance, dass eine Schlagzeile also insgesamt gelesen wird steigt, wenn eine Überschrift nur sechs Worte lang ist.

Wem dies zu kurz ist, sollte die Überschrift möglichst so wählen, dass die wichtigsten Aussagen in den ersten drei und letzten drei Wörtern stehen.

Die ideale Länge eines Blog-Posts beträgt 1.600 Worte und 7 Minuten

Auf einem Blog ist die Verweildauer der Leser das Kriterium, um die Aufmerksamkeit zu bewerten, und nicht die Anzahl der Klicks. Experten errechneten, dass der ideale Blog-Beitrag sieben Minuten lang ist.
Um dies zu erreichen, sollte der Text 1.600 Wörter lang sein. Wird der Text noch mit Grafiken und Bildern gefüllt, liegt die ideale Wortzahl bei 980 Wörtern.

Die ideale Breite eines Absatzes beträgt 40 bis 55 Zeichen

Die ideale Absatzlänge ermöglicht dem Leser, den Beitrag einfacher zu lesen. Um eine maximale Verständlichkeit zu erreichen, liegt die perfekte Länge zwischen 40 und 55 Zeichen pro Zeile, oder in anderen Worten, sollte eine Spalte, abhängig von Schriftart und Schriftgröße, zwischen 250 bis 350 Pixel liegen. 40 bis 55 Zeichen pro Zeile ergeben etwa acht bis elf Wörter.

Die ideale Länge einer Betreff-Zeile in einer E-Mail liegt zwischen 28 bis 39 Zeichen

Forscher fanden keinen signifikanten Vorteil für kurze oder lange Betreffzeilen in E-Mails. Die Anzahl der Klicks oder der Öffnung der Mails war weitgehend gleich.
Eine Statistik kam zu folgendem Ergebnis:

  • 4 – 15 Zeichen: 15,2 Prozent öffneten, 3,1 Prozent klickten
  • 16 – 27 Zeichen: 11,6 Prozent öffneten, 3,8 Prozent klickten
  • 28 – 39 Zeichen: 12,2 Prozent öffneten, 4,0 Prozent klickten
  • 40 – 50 Zeichen: 11,9 Prozent öffneten, 2,8 Prozent klickten
  • 50 + Zeichen: 10,4 Prozent öffneten, 1,8 Prozent klickten

Diese Statistik ist einer der wenigen ihrer Art, die Unterschied in der Betreff-Zeilen-Länge feststellte.

Die ideale Länge einer Präsentation liegt bei 18 Minuten

Wissenschaftler fanden heraus, dass in einem Bereich zwischen 10 bis 18 Minuten sich die meisten Menschen am besten konzentrieren können. Wird diese Grenze überschritten, werden die Informationen wieder schnell vergessen.

Die ideale Länge einer Titel-Tag beträgt 55 Zeichen

Title-Tags sind die Textstücke, die in den Google-Suchergebnislisten angezeigt werden. Die letzte Design-Änderung bei Google ergab, dass die maximale Länge für Titel bei rund 60 Zeichen liegt. Überschreitet der Titel diese Anzahl, wird er abgeschnitten.
Da jedoch auch die verwendeten Buchstaben verantwortlich für die maximale Länge sind (ein i ist schmaler als beispielsweise ein w), ist man mit 55 Zeichen auf der sicheren Seite.

Die ideale Länge eines Domain-Namens liegt bei 8 Zeichen

Ein erfolgreicher Domain-Name hängt von folgenden Kriterien ab:

  • kurz
  • einprägsam
  • leicht zu buchstabieren
  • beschreibend oder Markenname
  • keine Bindestriche und Zahlen enthalten

Hashtags optimal eingesetzt

Hashtags

Mit dem Begriff Hashtag wird ein Schlagwort oder eine Wortgruppe bezeichnet, bei der ohne Leerzeichen das Rautezeichen (#) vorangestellt wird. Mithilfe des #-Zeichens wird es als potenzieller Suchbegriff markiert und durch anklicken werden verwandte Inhalte angezeigt. darüber haben wir ja hier schon geschrieben.

Was sind Hashtags (noch)?

Durch ein Hashtag können aber auch eigene Marken hervorgehoben werden, damit Kunden schneller zum Produkt finden. Bis vor Kurzem war der Einsatz von Hashtags ausschließlich bei Twitter möglich, Facebook und Google+ folgten erst später.

Eine Faustregel für den effektiven Einsatz von Hashtags lautet: Nicht jedes Wort sollte mit Hashtags hervorgehoben werden. Stattdessen ist der Einsatz vor kurzen und prägnanten Sätzen deutlich besser. Eine Mitteilung oder ein einzigartiger Aushänger kann ein Hashtag sein und nicht viele Wörter hintereinander, vor denen das #-Zeichen gesetzt wurde. Soll ein Begriff besonders hervorgehoben werden, sollten besser Großbuchstaben verwendet werden.

Der richtige Einsatz von Hashtags auf Twitter

Eine Studie von Buddy Media ergab, dass ein Einsatz von Hashtags auf Twitter die Interaktionsrate verdoppelte – allerdings nur dann, wenn ausschließlich ein einziger Hashtag verwendet wird. Bei mehr als zwei Hashtags sinkt die Rate auf 17 Prozent. Auch eine eigene Studie von Twitter kam zu einem ähnlichen Ergebnis: Tweets mit einem oder mehreren Hashtags werden zu 55 Prozent eher retweetet.

Hashtags auf Facebook

Was ist nun mit Facebook? Hier ist die Empfehlung etwas schwieriger: Auf Facebook können Kommentare ohne Hashtags besser abschneiden als solche mit einem Hashtag. Erst seit Juni 2013 ist die Verwendung von Hashtags auf Facebook überhaupt möglich. Im September 2013 stellten eine Studie von Edgerank Checker fest, dass auf Facebook Hashtags überhaupt keinen Einfluss auf die Reichweite haben. Beiträge ohne Hashtags übertreffen Kommentare ohne Hashtags.

Sollten deshalb auf Facebook lieber keine Hashtags gesetzt werden? Dies ist vermutlich die beste Lösung. Doch die Analysen und Studien bezüglich Hashtags und deren Erfolg sind noch lange nicht abgeschlossen. Nur eines ist sicher: zu viele Hashtags sollten unbedingt vermieden werden.

Hashtag Einsatz auf Google+

Auf Google+ werden Hashtags automatisch eingefügt. Doch diese können auch bearbeitet oder eigene hinzugefügt werden. Ebenfalls einzigartig bei Google+ ist die Möglichkeit, Hashtag in die eigenen Kommentare hinzuzufügen, um so Doppelposts zu finden.

In dem sozialen Netzwerk Google+ werden die Hashtags rechts in den Google-Suchanfragen eingebaut. Wird in der Suche ein Hashtag eingegeben, werden die normalen Suchergebnisse sowie eine Google+ Seitenleiste mit allen relevanten Beiträgen angezeigt. Bei Google+ sind Hashtags also wirklich angekommen.

Hashtags auf Instagram

Instagram ist ein weiterer Hotspot für Hashtags, und insbesondere für diejenigen interessant, die gerne ausgiebig Fotos markieren. Interaktionen sind bei Instagram Beiträgen mit über 11 Hashtags am höchsten. Bei Instagram sollte also beim Einsatz von Hashtags nicht gegeizt werden.

Wichtige Hilfsmittel und Tools, um Hashtags zu finden und zu verwalten

Mit den richtigen Werkzeugen können Hashtags als Organisations-System für Social-Media-Kampagnen verwendet werden. Eines der wichtigsten Tools ist Hashtagify.me. Mithilfe dieses hilfreichen Werkzeugs können Unmengen von Daten analysiert werden und ähnliche Hashtags gefunden sowie ihre Popularität überprüft werden. Nach Eingabe eines Hashtags zeigt Hashtagify.me an, wie beliebt er ist und ob er eng mit dem ursprünglichen korreliert.

RiteTag ist ein Werkzeug, welches sicherstellt, dass die verwendeten Tags gut gewählt sind. Das Ergebnis wird als farbiges Balkendiagramm angezeigt – toll um einen schnellen Überblick zu erhalten.
Tagboard überprüft Hashtags auf mehreren Netzwerken: Twitter, Instagram, Facebook, Google+, App.net und Vine.

Twitalyzer ist kein spezielles Tool für Hashtags. Es zeigt im Rahmen der Suche nach Twitter-Konten an, welche Hashtags am häufigsten verwendet werden.

Vier Schritte, um die richtigen Hashtags zu verwenden

  • Schritt 1: Mit den zuvor genannten Tools können die optimalen Hashtags ermittelt werden. Twitalyzer bildet für die Suche danach eine gute Grundlage.
  • Schritt 2: Mit einer Ideen-Liste bewaffnet kann mit dem Tool Hashtagify.me überprüft werden, welche Hashtags beliebt sind.
  • Schritt 3: Die Popularität ist ein guter Indikator für den Wert von Hashtags.
  • Eine tiefere Analyse, beispielsweise mit RiteTag verhilft, einen Überblick über die Reichweite zu erhalten.
  • Schritt 4: Ein letzter Check ist die Überprüfung des gewählten Hashtags, ob es bereits an anderer Stelle in einem gänzlich anderen Zusammenhang verwendet wird.

Fazit: Die Faustregel sagt, dass nicht mehr als ein bis drei Tags benutzt werden sollten – und dies im Idealfall auf verschiedenen Plattformen verteilt. Bei Google+ ist der Einsatz wohl am wichtigsten, denn es generiert die Tags automatisch. Auf Facebook wiederum ist ein Einsatz von Hashtags sinnlos.

Hashtags-in-sozialen-Netzwerken

FAQ zum neuen Impressum auf Facebook

Facebook

Ende März war es endlich soweit: Facebook hat eine Impressumsrubrik auf seinen Seiten geführt! Droht nun den Abmahnungsanwälten endgültig das AUS und erfüllt das neue Impressum auch wirklich allen Formalitäten, um künftig vor Abmahnungen gefeit zu sein?

Impressum wird künftig in der Inforubrik untergebracht

Durch die Bezeichnung „Impressum“ sowie eine auffällige Platzierung ist das neue Facebook-Impressum nun endlich so deutlich erkennbar, wie es sich der § 5 Abs. 1 des Telemediengesetzes auch wünscht (in Deutschland). Bereits jetzt werden die ersten kritischen Stimmen laut, ob die zur Verfügung stehenden 1.500 Zeichen überhaupt reichen.

Da aber selbst längere Impressen auf knapp 1.000 Zeichen kommen, wird kaum Platznot aufkommen. Zu Problemen kann es ausschließlich dann kommen, wenn auch Impressums-Disclaimer verwendet werden. Diese Disclaimer sind aber weder gesetzlich wirksam, noch überhaupt notwendig. Diese bloßen Hinweise können also getrost auch weggelassen werden.

Bislang häuften sich die Abmahnungen der gewerblichen Seitenbetreiber, da keine Hinterlegung eines Impressums möglich war.

2010 verdienten auf Abmahnung spezialisierte Kanzleien (Daten von rettet-das-internet.de) daran knapp 412 Millionen Euro. Spitzenreiter der Abmahnanwälte ist die Kanzlei Waldorf Frommler mit 86.670 Abmahnfällen, die einen Umsatz von 79.389.720 Euro einbrachten.

Kommerzielle Seiten mussten daher auf andere Lösungen zurückgreifen, um einer Abmahnung zu entgehen. Das neue Impressum ist über „Seiteninfo aktualisieren“ abrufbar. Das Oberlandesgericht Düsseldorf hatte vor noch nicht allzu langer Zeit geurteilt, dass eine reine Verlinkung eines vorhandenen Impressums über den Info-Button nicht ausreichen würde. Die Beschriftung sei in solchen Fällen nicht als Synonym für ein Impressum geläufig. Stattdessen müsste das Impressum mit „Impressum“ oder auch „Kontakt“ bezeichnet werden.

Derzeit verbirgt sich das neue Feld noch hinter dem Info-Link. Erst bei der Umstellung auf das neue Seitendesign wird auch eine eindeutige Beschriftung enthalten sein. Die Umstellung dazu verläuft nur schrittweise.

Neues Impressumsfeld noch nicht in mobilen Lösungen enthalten!

Wer nun trotzdem Probleme mit den 1.500 Zeichen hat, sollte folgendes bedenken: Eine Datenschutzerklärung ist nicht unbedingt notwendig und bauscht das Impressum nur unnötig auf. Zudem ist ein Datenschutzhinweis im Impressum ohnehin nicht rechtsgültig, da hierzu eine gesonderte Rubrik mit dem Begriff „Datenschutz“ existieren muss. Dies ist allerdings nur bei Gewinnspielen & Co. notwendig – nämlich immer dann, wenn Teilnehmerdaten erhoben werden.

Wird das Impressum nun doch länger als die maximalen 1.500 Zeichen, kann der Rest, wie beispielsweise der Urheberhinweis, auch in der Facebook-Seiten-Beschreibung hinterlegt werden. Dies ist die Rubrik, die nach dem Klick auf dem Info-Button erscheint.

Wird der Impressums-Button angeklickt, erfolgt ohne hin kein gesondertes Impressum, sondern lediglich eine Umleitung zu besagtem Infobereich, da das Impressum dort angehängt wird.

Ein weiteres und bisher ungelöstes Problem betrifft die Darstellung der Facebook-Seiten auf mobilen Geräten. Denn der oben beschriebene Link ist noch nicht in der Facebook App sichtbar. Damit besteht das alte Problem in der mobilen Darstellung weiterhin. Hier ist das Impressum nur über den Button „Weitere Informationen“ erreichbar. Angesichts der Tatsache, dass das OLG Düsseldorf „Info“ schon nicht für ausreichend erklärte, ist zu befürchten, dass Gleiches auch den Link „Weitere Informationen“ betrifft. Es bleibt also zu hoffen, dass Facebook den Impressums-Link so schnell wie nur möglich auch im mobilen Design einpflegt.

Nicht geändert wurden von Facebook die persönlichen Profile, da diese nicht der kommerziellen Nutzung dienen. Dies sollten insbesondere Freiberufler berücksichtigen, die nach wie vor die alten Tipps beherzigen oder ein neues kommerzielles Profil erstellen müssen, um in den Genuss der neuen Impressumsrubrik zu gelangen.

Wer dies als Freiberufler nicht will, sollte unbedingt einen Link zu seinem Impressum auf der eigenen Webseite setzen. Dabei ist zu beachten, dass der Link direkt zum Impressum führt und nicht erst auf die Hauptseite der Webseite. Eine weitere Regel besagt, dass ein Impressum immer mit nur zwei Klicks erreicht werden muss. Wird nun die Webseite verlinkt, wären schon drei Kicks vonnöten.

Der Impressums-Link muss stets auch auf den ersten Blick als solcher erkennbar sein. Dies bedeutet, dass der Begriff „Impressum“ im Link auftauchen oder der Begriff „Impressum“ vor dem Link gestellt werden muss. Wer auf das Impressum auf seiner Webseite verlinkt, muss im Text darauf hinweisen, dass das dort vorhandene Impressum ebenfalls für seine Facebook-Seiten gilt. Nur wenn das Facebook-Profil exakt denselben Namen trägt wie der Anbieter des verlinkten Impressums, ist darauf verzichtbar.

Fazit: Die neue Impressumsrubrik war schon lange überfällig. Bleibt zu hoffen, dass möglichst schnell auch die mobile Umsetzung erfolgen wird. Besonders hart getroffen wird die Abmahnbranche von dem Update, der nun ein komplettes Geschäftsfeld wegbricht. Doch dies können wir alle wohl gut verkraften. Bleibt zu hoffen, dass sich nun die Abmahnanwälte nicht auf andere Plattformen spezialisieren. Daher sollte auch auf Youtube & Co. das Impressum überprüft werden.

Social Media Trends – Bunt mit dominantem Blau

Social Media in blau?Wer Social Media Marketing betreiben möchte, gehört auf Facebook. Punkt. Wirklich? Auch beim Blick auf die globale Social Media Landschaft spricht einiges dafür, dass die These nicht völlig falsch ist. Facebooks globales Wachstum ist ungebrochen, was etwa jüngst von Facebook vorgelegte Zahlen beweisen. Und dennoch wird die Auswahl der geeigneten Plattformen nicht einfacher, denn in einigen Ländern widersetzen sich Netzwerke der Facebook-Dominanz und in Nischen wächst zugleich die Bedeutung neuerer Netzwerke wie Pinterest.

Und so könnte es künftig bedeutender werden, sich bei der Auswahl passender Netzwerke für Social Media Marketing genau anzusehen, welche Menschen mit welchen demografischen Eigenschaften (z.B. Alter) und Vorlieben welche Social Media Plattform nutzen. Und schließlich wären da ja auch noch der Trend „Mobile“ sowie die Frage, wie wichtig „Interaktion“ wirklich ist, die künftige globale Social Media Entwicklungen mitbestimmen könnten. Aber der Reihe nach.

Facebook rules!

Man neigt nicht zu Übertreibungen, wenn man das behauptet. Wer Massen von Menschen mit Social Media Marketing ansprechen möchte, denkt in den meisten Ländern dieser Welt sehr schnell an Facebook. Wirft man etwa einen Blick auf die Social Media Weltkarte im Blog von Vincenzo Cosenza (Stand: Dezember 2012), so sind dort inzwischen 127 von 137 Länder facebookblau, was bedeutet, dass dort Facebook das soziale Netzwerk mit den meisten Nutzern ist. Nur in einigen (zugegebenermaßen großen) Ländern halten sich Alternativen: etwa Q-Zone in China und V-Kontakte in Russland. Schaut man auf Zweitplatzierte in den Ländern, trifft man häufiger auf Twitter und Badoo sowie bisweilen auf Lokalmatadore wie Hyves in den Niederlanden.

Keine Frage: Facebook wächst. Das hat der Social Media Riese jüngst auch in Grafiken dargestellt. Facebook hat nach eigenen Angaben pro Monat mittlerweile 1,11 Milliarden aktive Nutzer, was im Vergleich von März 2013 zu März 2012 einem Plus von 23% entspricht. Die Zahl lokaler Geschäfte auf Facebook hat sich von Juni 2012 bis Mai 2013 um 100% auf 16 Millionen gesteigert. Facebook rules? Ja, Facebook rules! Und dennoch…

Die Differenzierung der Social Media Welt

Es zeigt sich trotz der Facebook Dominanz in vielen Teilen der Welt, dass die Auswahl passender Social Media Plattformen weltweit nicht unbedingt einfacher geworden ist. Positiv formuliert heißt das: Marketingtreibende haben eine größere Auswahl an relevanten Netzwerken für ihre Aktionen, weil sich in Nischen Netzwerke mit beeindruckendem Wachstum festsetzen. Die kommen zwar bei den Mitgliederzahlen nicht an Facebook heran, sind aber eventuell – je nach Zielgruppe, die man mit Social Media Marketing anpeilt – die bessere Wahl:

• Ganz besonders deutlich wird das beim Blick auf angepeilte B2B Kontakte, für die Netzwerke wie XING und LinkedIn erste Wahl sein könnten.

• Aber auch, wer Konsumenten im Blick hat, trifft auf mehr Netzwerke mit Relevanz als „nur“ Facebook. Ein Beispiel dafür ist Pinterest. Aufgrund eines Wachstums der monatlichen Nutzerzahlen im Jahr 2012 von über 1.000% hat das Unternehmen für Marketing-Automatisierung Pardot an Pinterest beim Wachstum die Bestnote A+ vergeben.

• Laut Social Media Marketing Industry Report 2013 des „SocialMedia Examiners“ planen 69% der Marketer, die an der Studie teilgenommen haben, sich künftig mehr auf YouTube zu engagieren.

• Jugend sucht sich neue Plätze? Jüngere Studien sehen in Ansätzen eine Fluchtbewegung der Jugend vor ihren Eltern, die sich wie sie auf Social Media Plattformen tummeln. Das Pew Forschungsinstitut machte in einer jüngst veröffentlichten Studie etwa eine Wanderbewegung zu Twitter aus, das aus Sicht der Jugendlichen eventuell derzeit noch weniger von Erwachsenen überlaufen ist als andere Netzwerke, was wahrscheinlich ein Trugschluss ist. Eine andere Studie sieht Netzwerke wie Tumblr als Gewinner solcher Wanderungen.

All das zeigt zumindest zweierlei: Die Social Media Welt ist nicht nur Facebook und die Analyse, welche Netzwerke sich für eigene Ziele im Social Media Marketing am besten eignen, ist nicht einfacher und vor allem wohl notwendiger geworden, wenn Social Media Marketing weltweit wirklich effektiv sein soll.

Und was sonst? Die Themen „Mobile“ und „Interaktion“

Mobile Social Media Nutzung gewinnt an Bedeutung. Kehren wir als Beleg nochmals zu den von Facebook veröffentlichten Zahlen zurück. Laut Facebook nutzen pro Monat durchschnittlich 751 Millionen Menschen Facebook über ein mobiles Endgerät. Das sind 54% mehr als im März 2012. Wer Social Media Marketing betreibt, sollte die wachsende Zahl mobiler Social Media Nutzer nicht ignorieren.

Zu guter Letzt kein Trend, mehr eine Frage: Social Media Marketing wurde in der Vergangenheit fast immer als Instrument gesehen, bei dem Interaktion eine unverzichtbare Rolle spielt. Der „Trendreport 2012“ der deutschen Agenturen pilot und Zucker. Kommunikation zeigte aber zuletzt zumindest für den deutschsprachigen Raum ein etwas anderes Bild: „84 Prozent der Befragten in der Studie antworteten auf die Frage, was sie in erster Linie von Marken erwarten, die sie geliked haben: Informationen.“ Das schreibt etwa das deutsche Marketingportal Marketingfish zur Studie und zitiert die Aussage der Studienautoren, dass Social Media Nutzer „von den Marken nicht in erster Linie dialogische Angebote erwarten“.

Was heißt das? Mit Sicherheit bleibt Interaktion bedeutend, ist eine Fanseite auf Facebook ohne jeden Kommentar belanglos und irgendwie tot. Und sicherlich wirkt es unfreundlich, wenn man als Betreiber einer Fanseite auf Kommentare nicht oder spät reagiert und unprofessionell, wenn man seine Marke nicht durch einen Shitstorm zu führen weiß. Aber dennoch: Möglicherweise setzt sich zukünftig verstärkt die Ansicht durch, dass eine allzu intensive Fokussierung auf Interaktion beim Social Media Marketing letztlich kontraproduktiv sein könnte? Vielleicht. Das wäre dann ein weiterer Trend, der 2013 allerdings noch maximal als Keim existiert.

Dies ist ein gasbeitrag von Christian Arno

Über den Autor: Christian Arno ist der Gründer von Lingo24, einem Übersetzungsdienst, das professionelle Übersetzungen anbietet. Folge Christian auf Twitter unter @l24de.

 

Ein Blick in die SEO-Kugel: Welche Trends erwarten uns 2013?

SEO-Trends-2013Das alte Jahr ist kaum vorbei, da schwirren in der Blogosphäre schon die ersten Tipps und Tricks für die Suchmaschinenoptimierung im neuen Jahr. Wirft man einen Blick zurück auf 2012, dann wird klar: Nach spannenden zwölf Monaten mit Pinguin, Panda und vielen anderen Algorithmus-Neuerungen werden auch in den kommenden mit Weiterentwicklungen aus dem Hause Google & Co. zu rechnen sein. Welche Hinweise dafür sprechen und was uns womöglich erwartet, stellen wir Ihnen an dieser Stelle vor.

Mobile SEO ist weiter im Kommen

Die mobile Internetnutzung hat mit der verstärkten Nutzung transportabler Endgeräte im vergangenen Jahr massiv zugenommen. Verbunden mit dieser Entwicklung hat sich auch das Suchverhalten der User verändert. Mobiles SEO ist das Zauberwort. Anders als bei der Suche über einen stationären Computer, haben Suchanfragen von Smartphone-Nutzern oft einen lokalen Bezug. Dieser ist bei der Suchmaschinenoptimierung von Unternehmenswebsites unbedingt einzuplanen. Zudem erfolgen Suchanfragen im mobilen Bereich meist kurzfristig. Das bedeutet, dass Websites dann in optimaler Darstellung präsent sein müssen, wenn sie gefragt sind. Erreicht wird dies mit einer kompakten Seitenstruktur mit an den Suchinhalten angepassten Landingpages und intuitiver Nutzeroberfläche. Der mobile Trend geht auch mit dem responsiven Webdesign einher. Denn aufgrund der verstärkten Nutzung von tragbaren Endgeräten ist die barrierefreie Website-Darstellung in verschiedenen Auflösungen nicht mehr wegzudenken.

Social Web: Google+ wird stärker in Suche integriert

Social Media bleibt nach wie vor wichtiges Thema bei der Suchmaschinenoptimierung. Erst recht, nachdem 2012 die vielleicht wichtigste Suchmaschine mit Google+ ein eigenes soziales Netzwerk gelauncht hat. Es ist wahrscheinlich, dass Google im kommenden Jahr noch stärker auf die Social Search setzt. Neben den kürzlich eingeführten Interessengruppen „Google+ Communities könnten weitere contentrelevante Tools folgen. Auch der sogenannte „Author Rank“ wird aktuell als wichtiges Kriterium gehandelt. Dabei werden die Autoren von Artikeln in Blogs, Online-Magazinen oder ähnlichen Publikationen in den Suchergebnissen berücksichtigt.

Gerüchtehalber sollen dabei vor allem jene Autoren in den SERPs bevorzugt behandelt werden, die aktive Google+-Mitglieder sind. Im „SEOmoz“-Blog spricht Mike Arnesen von verschiedenen Faktoren, die sich auf den Author Rank auswirken. Dazu zählen unter anderem die Aktivität des Nutzers auf Google+, die Dynamik der vom Nutzer generierten Inhalte wie Kommentare, Shares oder +1 oder auch die Summe der Google+-Kreise, in die der Autor hinzugefügt wurde. Je aktiver ein Autor also ist, desto besser ist er in den Suchergebnissen auf Google sichtbar.

Ansprüche an Inhalte werden weiter steigen

Qualitätsupdates wie Google Panda haben 2012 bereits eine Wende in der Suchmaschinenoptimierung bewirkt. So ist die Bedeutung des Lesermehrwerts und der damit verbundenen redaktionellen Qualität auf Websites enorm gestiegen. Und auch in diesem Jahr erwarten Experten einen Schub bei den Anforderungen. Eine Folge wird voraussichtlich die Etablierung ganzheitlicher Strategien im Content-Marketing sein. Die Anzeichen sprechen dafür, dass sich Google vor allem auf die Onpage-Optimierung konzentriert. Somit kann jeder Website-Betreiber aktiv Einfluss auf die Online-Reputation seiner Webpräsenz nehmen. Und der Wettkampf um die besten Ranking-Positionen wird auch in diesem Jahr fröhlich weitergehen.

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So nutzen Sie Social Media optimal für das Personal-Recruiting

Schon öfter haben wir über den Nutzen von Social Media in Unternehmen berichtet. Dabei ging es meist um den Einsatz im Online-Marketing. Doch auch im Personalwesen können Facebook, Twitter & Co. nützlich sein. In Zeiten des Fachkräftemangels nutzen Personalverantwortliche aus vielen Branchen zunehmend die Online-Dienste, um Mitarbeiter zu rekrutieren. Dafür sollten sich Unternehmen nicht nur als Dienstleister, sondern auch als attraktiver Arbeitgeber darstellen. Ein sogenanntes „Employer Branding“ bzw. die „Arbeitgebermarke“ ist hierfür die Summe aller Schlüsselmerkmale und ermöglicht ein gezieltes Image gegenüber der potenziellen Bewerber. Was es bei der Erstellung der Arbeitgebermarke sowie ihren Einsatz in Social Media zu beachten gilt, erklärt dieser Artikel.

Das Employer Branding fürs Web aufbauen

Im Fachmagazin „PERSONALquarterly“ erklären Experten für Marken- und Kommunikationsforschung an der EBS Business School in Wiesbaden, welche Schritte im Findungsprozess zum Employer Branding notwendig sind. Dazu zählt zu Beginn eine Analysephase, die den aktuellen Stand der Arbeitgebermarke feststellt. Danach geht es an den Aufbau des Employer Brandings. Dabei sollte ganz bewusst ein Image aufgebaut werden, dass die Werte und Ziele des Unternehmens widerspiegelt. Gleichzeitig dient dies als Kommunikationsmittel mit dem Bewerber: Was erwartet ihn in der Firma? Welche Markposition besitzt das Unternehmen? Welche Anforderungen werden an die potenziellen Mitarbeiter gestellt?

Bei der Formulierung der Arbeitgebermarke sollte auf standardisierte Phrasen wie „führendes Unternehmen“ oder „Teamfähigkeit“ weitgehend verzichtet und stattdessen punktuell die individuellen Besonderheiten von Unternehmen und Stellenangebot hervorgehoben werden. Ist das Image gestaltet und die Texte formuliert, wird eine Strategie für die Lancierung des Employer Brandings im Web erarbeitet. Wichtig ist hierbei die Abstimmung mit dem Marketing bzw. der Unternehmenskommunikation, die in der Regel für die Außendarstellung des Unternehmens im Internet zuständig sind. Gemeinsam können Optimierungen für den Einsatz im Web 2.0 vorgenommen werden. Steht das Konzept, so folgt die Realisierung.

Tipps fürs Personal-Recruiting im Social Web

So wie es bei der kundenorientierten Social-Media-Strategie gewisse Regeln für die erfolgreiche Umsetzung gibt, gibt es diese auch bei der Online-Rekrutierung von Personal. So sollte bei der Veröffentlichung von Posts auf eine korrekte Orthografie geachtet und die Form den Webstandards angepasst werden. Es dürfen dabei auch gern spritzig knackige Formulierungen verwendet werden. Und nicht vergessen: Alle Texte sollten der Suchmaschinenoptimierung angepasst sein. Des Weiteren können Personaler die Multimedialität des Netzes ausnutzen. Warum nur auf Textanzeigen setzen? Beschreiben Sie Ihr Unternehmen zum Beispiel in einem Imagefilm. Oder entwickeln Sie ein Corporate Game, dass sich um das Thema Recruiting dreht.

Mit einem innovativen Konzept sowie einem schlüssigen Employer Brand werden Bewerber originell und über eine große Reichweite hinweg angesprochen. Die Experten bauen bei er Lancierung der Kampagne vor allem auf die „touch points“ der Rekrutierung. Damit sind die Berührungspunkte gemeint, an denen Personaler und Bewerber zusammenkommen. Das können Bewerbungsportale oder Business-Netzwerke wie XING sein. Sie dienen hervorragend als Plattform. Die Erfolgsmessung ist der finale Schritt im Entwicklungsprozess des Employer Brandings. Sie hilft dabei, den Nutzen einzelner Maßnahmen zu berechnen und Vorgänge zu optimieren. Schritt für Schritt gelingt so die Rekrutierung von neuem Personal.

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Bing sagt Google den Kampf an

Seit Microsoft Mitte 2009 die Suchmaschine „Bing“ gestartet hat, konnte sich der Onlinedienst zu einem gut durchdachten Werkzeug entwickeln. Dennoch blieb er in puncto Marktanteile bisher immer weit hinter seinem Rivalen Google liegen. Wie drastisch die Unterschiede in der Kundennutzung sind, haben wir in einem unserer letzten Artikel gezeigt. Doch nun bläst Microsoft (mal wieder) zum Gegenangriff. Der Software-Konzern plant die Integration von Social Content in die Suchergebnisse. Das bedeutet, dass relevante Inhalte von sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter bei Suchanfragen angezeigt werden. Damit würde Bing den Usern mehr Informationen bereitstellen als Google und idealerweise an Attraktivität gewinnen. Zusätzlich will Bing neue Algorithmen einführen, die eine höhere Treffsicherheit ermöglichen sollen. Mit diesen Neuerungen könnte Suchmaschinenoptimierung in sozialen Netzwerken an Bedeutung gewinnen. Zugleich soll es auch Veränderungen im Bereich Funktionalität geben. So soll der Service in Zukunft nicht einfach mehr nur der Suche bzw. dem Finden von Inhalten dienen, sondern auch aktiv an der Handlungsplanung der User beteiligt sein. Und auch die Facebook-Freunde werden aktiv in de Suchprozess einbezogen.

Neue Funktionen, neuer Seitenaufbau

Diese neue „soziale“ Schiene bringt auch ein neues Layout mit sich. Im „neuen“ Bing ist die Ergebnisliste in drei Spalten eingeteilt. In einer Spalte befinden sich die Treffer zur Anfrage, in der mittleren Spalte namens „Snapshot“ werden lokale Angebote angezeigt, die für die direkte Anwendung genutzt werden können – etwa Hotelreservierungen oder Ticketkauf. Die dritte Spalte, die sogenannte „Sidebar“, zeigt relevante Inhalte aus dem persönlichen Netzwerk auf Facebook & Co. Doch damit nicht genug, denn die Sidebar fördert auch die Interaktivität mit Freunden – ebenfalls eine Innovation für Suchmaschinen. Wie Microsoft in einem Blogbeitrag erklärt, will Bing die Meinungen und Kaufempfehlungen von Freunden in die Ergebnislisten einbeziehen. Schließlich hören die Verbraucher vor allem auf die Meinung ihrer Freunde und Familie, statt auf anonyme Informationen.

So kann der Nutzer beispielsweise seine Suchanfragen posten und die eigenen Kontakte um Rat fragen. Es wird bei der Suche also nicht nur auf die rationalen Algorithmen gebaut, sondern auch auf die persönliche Kommunikation zwischen den Usern. Einer der wichtigsten Indikatoren sind die „Likes“, welche die Facebook-User vergeben. Die „Gefällt mir“-Angaben von Freunden werden von Bing durchsucht, gefiltert und sortiert. Angezeigt werden dann die Ergebnisse, die den meisten Nutzen im Sinne der Suchanfrage bringen. Mit diesem Schritt will die „Entscheidungsmaschine“, wie Microsoft den Suchservice nennt, seinem Namen alle Ehre machen und die Wahl beim Shopping erleichtern.

Microsoft und Facebook – zwei Unternehmen mit gemeinsamer Geschichte

Dass Microsoft Bing die Nähe zu Facebook & Co. sucht, ist nicht neu. Bereits im Oktober 2010 verkündeten beide Unternehmen eine geplante Zusammenarbeit. Damals integrierte Facebook unter anderem den Karten-Dienst der Suchmaschine, um den Standort von Facebook-Mitgliedern anzuzeigen. Außerdem profitierte Microsoft von der üppigen Datensammlung, die Facebook zu seinen nunmehr 800 Millionen Nutzern weltweit angelegt hat. Das Thema „Social Search“ stand schon damals als Leitmotiv im Vordergrund. Für den Durchbruch Bings hat das nicht gereicht, Google bleib weiterhin stärker. Nun also erfolgt ein weiterer Angriff auf den Konkurrenten. Ab Juni wird sich zeigen, ob die Strategie aufgeht.

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Twitter im Unternehmen: Tipps fürs richtige „Zwitschern“

Der Microblogging-Dienst Twitter ist längst zum festen Bestandteil in der externen Kommunikation vieler Unternehmen geworden. Doch auch wenn beim Umgang mit dem Online-Service bereits eine Art Routine entstanden ist, so lassen sich Prozesse immer noch optimieren und Funktionen besser nutzen. Mit einigen einfachen Tricks können Firmen das Social-Media-Instrument noch sinnvoller einsetzen. Die folgenden Tipps helfen Marketing-Verantwortlichen gezielt Kunden anzusprechen, erfolgreich neue Besucher anzulocken und die Möglichkeiten der Plattform bewusst einzusetzen.

1. Den richtigen Start hinlegen

Wer noch keinen Account besitzt, jedoch in naher Zukunft einen einzurichten plant, sollte von Beginn an seriös agieren. Das fängt bei der passenden Namenswahl für das Profil und den Account an. Beide Bezeichnungen werden öffentlich angezeigt und sollten relevant für das Produkt oder die Leistungen sein, die das Unternehmen anbietet. Denn die Namen können bei den Usern die Neugierde wecken, indem sie bestimmte Assoziationen erzeugen. Weiterhin sollte das Profil möglichst vollständig aufgefüllt sein. Die „Biografie“ ermöglicht Unternehmen, sich in kurzen Worten zu präsentieren. Damit schaffen die Informationen Transparenz, ein wichtiges Merkmal für die Stärkung der Kundenbindung.

2. Follower mit interessanten Inhalten locken

Es klingt wie eine Selbstverständlichkeit, ist es aber noch lange nicht. Noch immer werden viel zu häufig Themen und Links geteilt, die allgemein populär und damit kaum einzigartig sind. Für wesentlich mehr Spannung beim Lesen sorgen entweder eigene Blogbeiträge oder originelle Statusmeldungen. Teilen Sie nicht irgendwelche Links, die schon hundertfach von anderen Nutzern gepostet wurden, nur weil es bequem ist. Erzählen Sie stattdessen Amüsantes aus dem Büro oder posten Sie aktuelle Neuigkeiten Ihres Unternehmens. Das ist „unique“ und somit spannend.

3. Formale Regeln für die effiziente Twitter-Nutzung

Neben den inhaltlichen Aspekten gilt es auch einige formale Tipps einzuhalten. So empfiehlt es sich, die 140 Zeichen eines Tweets nicht völlig auszureizen. Es sollte Platz gelassen werden für Retweets, die wie Multiplikatoren im Social Web wirken und deshalb absolut wünschenswert sind. Die Sichtbarkeit der Post lässt sich zudem durch die Verwendung so genannter Hashtags steigern. Ein Hashtag zeichnet sich durch ein gesetztes Rautesymbol vor einem Begriff (#Hashtag)aus. Damit werden Inhalte klassifiziert und sind bei Suchanfragen innerhalb des Online-Dienstes leichter auffindbar. Das Resultat: Die Tweets erhalten eine höhere Reichweite und damit mehr Leser. Für Unternehmen bedeutet das gleichzeitig mehr potenzielle Fans und Kunden. Tweets können zudem für die Suchmaschinenoptimierung genutzt werden. Dafür sollten die Schlagwörter möglichst an den Anfang des Postings gesetzt werden.

4. Treten Sie der Konversation bei!

Das Besondere an sozialen Netzwerken ist die Kommunikation auf Augenhöhe zwischen Unternehmen und Kunden. Dieses Potenzial sollte konsequent genutzt werden. Gehen Sie auf Anfragen und Kommentare ein – sowohl auf positive als auch negative. Twitter bietet Unternehmen die Möglichkeit, eine menschliche Seite zu zeigen. Des Weiteren kann der Austausch als Marktforschungstool verwendet werden, etwa um ein Feedback auf neu lancierte Produkte zu erhalten oder geplante Produkte mithilfe der Follower zu optimieren. Die Möglichkeiten in puncto Kommunikation sind vielseitig!

Mit diesen Tipps und Tricks folgen Unternehmen nicht einfach nur dem Webtrend Social Media, sondern instrumentalisieren es als nützliches Marketing-Tool.

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Path App: Die „Timeline“ für unterwegs

Die Idee eines virtuellen Tagebuchs, mit dem man seine persönlichen Erlebnisse mit Freunden teilt, gab es bereits vor der Facebook Chronik. Umgesetzt wurde diese nämlich bereits 2010 mit der Smartphone-App „Path“. Wirklich populär wird die Online-Anwendung aber erst heute, was mit der kürzlich erschienenen Version 2 zusammenhängt. Diese ist eine Weiterentwicklung und bietet einige funktionale Highlights. Im Gegensatz zu Facebook oder Twitter ist Path nur als mobile Anwendung verfügbar, denn das Konzept ist ausschließlich auf Smartphones ausgerichtet. Zudem geht das etwas andere soziale Netzwerk in puncto Zweck noch einen Schritt weiter als andere Online-Communities: Es dient dazu, den gesamten Tagesablauf zu dokumentieren. Und da die App unterwegs nutzbar ist, ist das theoretisch auch möglich. Wenn man es denn möchte.

Wie funktioniert Path?

Nachdem die App heruntergeladen und installiert ist, erfolgt die Eröffnung eines Accounts sowie die erste Anpassung der Grundeinstellungen. Dazu zählt die Wahl eines Hintergrundbildes und eines Profilfotos. Danach möchte Path Freunde zur Kontaktliste hinzufügen – schließlich will man ja seine Aktivitäten mit jemandem teilen. Um Freude zu adden, stehen verschiedene Optionen zur Verfügung. Man kann Path mit seinem Facebook-Profil verbinden und von dort Freunde rekrutieren, oder aber man fragt bei den persönlichen Telefonkontakten an. Ist dies geschehen, kann der Spaß beginnen.

Auf dem Profilbildschirm befindet sich in der linken unteren Ecke ein Plus-Button. Dieser führt zu sechs Unterpunkten, die jeweils einer Aktivität oder einem Medium zugeordnet sind. Darüber lassen sich Inhalte und Ereignisse mit anderen Nutzern teilen. Zu den Features zählen Fotos, Personen (mit wem man aktuell unterwegs ist), Orte, Musik oder Gedanken. Der letzte Punkt beschäftigt sich mit dem Schlaf-/Wach-Zustand des Users. So kann man tatsächlich von Tagesbeginn bis -ende den gesamten Ablauf mit all seinen Höhepunkten teilen. Die Nutzung der App ist einfach und ein Post schnell abgesetzt, so dass sich Path gut in den Alltag einbauen lässt.

Path – eine Konkurrenz für Facebook & Co.?

Insgesamt wirkt Path sehr hochwertig, von der grafischen Umsetzung bis hin zur Usability. Das Programm ist zudem schnell geöffnet, auch wenn sie nicht im Hintergrund läuft. Dadurch ist sie kurzfristig einsatzbereit, was für die häufige Nutzung im Alltag natürlich von Vorteil ist. Zudem vereint Path die Funktionen anderer bekannter Netzwerke wie Facebook oder Twitter in sich. Wirkliche Konkurrenz ist Path für die großen Online-Dienste jedoch nicht. Dafür sorgt schon die mangelnde Fähigkeit zur Globalität. Schließlich ist Path eher für die Anwendung im privateren Rahmen gedacht – also vor allem mit der Familie und engen Freuden. Maximal 150 Kontakte können in die Freundesliste aufgenommen werden. Unbedachtes Hinzufügen fällt da weg – der persönliche „Path-Kreis“ ist fast schon elitär. Das gewährleistet eine gewisse Sicherheit, wird durch die Limitierung natürlich negativen Folgen wie Stalking vorgebeugt. Durch die nahezu lückenlose Dokumentation des Alltags würde dem sonst Tür und Tor geöffnet.

Path ist eher als schickes Privatjournal zu verstehen, in dem man für sich und gute Bekannte Ereignisse, Gedanken und Dokumente festhält. Inwieweit man diese gläserne Persönlichkeit zulassen möchte, ist dabei glücklicherweise jedem selbst überlassen.

Weitere Infos (externe Seiten):

Online Marketing Trends

Mit dem Web 2.0 wird auch das Onlinemarketing für Unternehmen immer interessanter und vor allem immer wichtiger. Doch mit einer Facebook-Fanpage und einem Twitter-Account, wo man in der Woche einen Tweet veröffentlicht, ist es noch lange nicht getan.

Daher zeichnen sich acht klare Marketingtrends beim Onlinemarketing ab. Doch was sind Retargeting, Realtime Bidding oder Customer Journey? Hier erfahren Sie es.

Soziale Netzwerke und Suchmaschinen

Suchmaschinen sind aus dem Web nicht mehr wegzudenken und sie bleiben für Unternehmen die wichtigsten Neukunden-Lieferanten. Doch längst entscheidet nicht mehr nur die Reputation der eigenen Webseite, wer bei der Suchmaschine ganz vorne steht. Zunehmend werden vor allem auch wichtige Seiten von sozialen Netzwerken in den Algorithmus miteinbezogen. Daher ist es wichtig, die eigene Webseite so gut zu gestalten, dass Sie auf Facebook, Twitter und Google+ weiterempfohlen wird.

Immer mehr Kommunikationskanäle

Mit dem Web 2.0 entstehen immer mehr Kommunikationskanäle und das Onlinemarketing wird dadurch für das Marketingmanagement nicht einfacher. Vor ein paar Jahren hatte man gerade einmal eine Homepage und informierte den Kunden mit einem Newsletter oder diskutierte im Blog über Produkteneuheiten. Heute kommen immer mehr Kanäle dazu. Denn heute führt meistens kein Weg mehr an Twitter, Facebook und Google+ vorbei – und weitere Social Networks wie Xing, LinkedIn oder Youtube sind ebenfalls empfehlenswert.

Social Media wird immer wichtiger

Social Media wird im Onlinemarketing immer wichtiger. Doch diese Kanäle nur zu bedienen, reicht nicht aus. Sie müssen auch Zeit haben, einen Dialog mit den Followern oder den Fans zu führen. Denn wenn jemand bei Ihnen anruft, gehen Sie ja auch ans Telefon. Denn oft liefern Kunden über soziale Netzwerke ein Feedback über Ihre Produkte oder Dienstleistungen ab.

Gezielte Handywerbung

Smartphones sind heute nicht mehr wegzudenken und fast jeder nutzt so ein High-End-Gerät. Warum dann eigentlich keine ortsbezogene Handywerbung für Ihr Unternehmen machen? Auch dies gehört zum modernen Onlinemarketing. Facebook und Foursquare verraten, wo die Freunde sind. Und ist auch Ihr Unternehmen dort eingetragen, verbreitet sich diese Nachricht über die sozialen Netzwerke wie ein Lauffeuer. Hingegen Qype und Google sammeln Bewertungen während Groupon Gutscheine verteilt.

Bewertungen ernst nehmen

Heute geht praktisch niemand mehr in ein Hotel, ohne vorher die Bewertungen bei Holidaychek oder Trustyou zu lesen. Niemand sucht seinen Vertrauensarzt nach irgendwelchen Kriterien auf. So ist es auch auf sozialen Netzwerken, einem wichtigen Bestandteil von Onlinemarketing. Die Bewertungen auf diesen Kanälen sind durchaus ernst zu nehmen. Denn es ist eine wertvolle Quelle, um von Erfahrungen anderer Kunden zu profitieren. Und wenn das Werbeversprechen für die Produkte nicht eingehalten werden und die Kundenerwartungen nicht erfüllt werden, spricht sich dies sehr schnell herum.

Aussagekräftige Botschaften senden

Was heute beim E-Mail-Marketing Standard ist, bewährt sich auch beim Social Media Marketing. Es interessiert wohl kaum jemanden, wenn Sie auf Twitter jeden Tag nur „Guten Morgen“ oder „Schönen Abend“ twittern. Und auch wer seine Facebook-Seite als billige Werbeschleuder nutzt, wird innert kürzester Zeit viele Fans verlieren. Versorgen Sie Ihre Kunden mit wichtigen Botschaften, sodass sie einen Mehrwert erhalten.

Retargeting und Customer Journey

Wer Online-Werbung bucht, schaut oft nur auf den letzten Klick vor dem Kauf. Doch es zeichnet sich seit Längerem der Trend ab, dass alle Werbemittel entlang des Entscheidungsprozesses zur berücksichtigen sind. Die Technik erlaubt es heute, den ganzen Weg vom ersten Sichtkontakt des Werbebanners über die Informationssuche bis zum Kaufklick zu verfolgen. Somit kann sehr gut eruiert werden, warum ein Käufer den „letzten Klick“ nicht getätigt hat. Dies sind potenzielle Kunden und können auch noch zum Kauf „überredet“ werden. Wer im Onlineshop noch ein iPhone angesehen hat, bekommt einen Tag später eine E-Mail mit einer iPhone-Werbung.

Realtime Bidding

Früher wurden nur Textanzeigen versteigert und mit dem schnellen Wandel im Onlinemarketing ließen auch Werbebanner nicht mehr lange auf sich warten. Das System vergleicht innert kürzester Zeit, welche Werbung für welchen Nutzer geeignet ist und bestimmt, welcher Preis angemessen ist. Damit profitieren alle: Unternehmen erhalten gute Werbung für wenig Geld und Nutzer wird nur die Werbung eingeblendet, welche auch für sie interessant ist.