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Hashtags optimal eingesetzt

Hashtags

Mit dem Begriff Hashtag wird ein Schlagwort oder eine Wortgruppe bezeichnet, bei der ohne Leerzeichen das Rautezeichen (#) vorangestellt wird. Mithilfe des #-Zeichens wird es als potenzieller Suchbegriff markiert und durch anklicken werden verwandte Inhalte angezeigt. darüber haben wir ja hier schon geschrieben.

Was sind Hashtags (noch)?

Durch ein Hashtag können aber auch eigene Marken hervorgehoben werden, damit Kunden schneller zum Produkt finden. Bis vor Kurzem war der Einsatz von Hashtags ausschließlich bei Twitter möglich, Facebook und Google+ folgten erst später.

Eine Faustregel für den effektiven Einsatz von Hashtags lautet: Nicht jedes Wort sollte mit Hashtags hervorgehoben werden. Stattdessen ist der Einsatz vor kurzen und prägnanten Sätzen deutlich besser. Eine Mitteilung oder ein einzigartiger Aushänger kann ein Hashtag sein und nicht viele Wörter hintereinander, vor denen das #-Zeichen gesetzt wurde. Soll ein Begriff besonders hervorgehoben werden, sollten besser Großbuchstaben verwendet werden.

Der richtige Einsatz von Hashtags auf Twitter

Eine Studie von Buddy Media ergab, dass ein Einsatz von Hashtags auf Twitter die Interaktionsrate verdoppelte – allerdings nur dann, wenn ausschließlich ein einziger Hashtag verwendet wird. Bei mehr als zwei Hashtags sinkt die Rate auf 17 Prozent. Auch eine eigene Studie von Twitter kam zu einem ähnlichen Ergebnis: Tweets mit einem oder mehreren Hashtags werden zu 55 Prozent eher retweetet.

Hashtags auf Facebook

Was ist nun mit Facebook? Hier ist die Empfehlung etwas schwieriger: Auf Facebook können Kommentare ohne Hashtags besser abschneiden als solche mit einem Hashtag. Erst seit Juni 2013 ist die Verwendung von Hashtags auf Facebook überhaupt möglich. Im September 2013 stellten eine Studie von Edgerank Checker fest, dass auf Facebook Hashtags überhaupt keinen Einfluss auf die Reichweite haben. Beiträge ohne Hashtags übertreffen Kommentare ohne Hashtags.

Sollten deshalb auf Facebook lieber keine Hashtags gesetzt werden? Dies ist vermutlich die beste Lösung. Doch die Analysen und Studien bezüglich Hashtags und deren Erfolg sind noch lange nicht abgeschlossen. Nur eines ist sicher: zu viele Hashtags sollten unbedingt vermieden werden.

Hashtag Einsatz auf Google+

Auf Google+ werden Hashtags automatisch eingefügt. Doch diese können auch bearbeitet oder eigene hinzugefügt werden. Ebenfalls einzigartig bei Google+ ist die Möglichkeit, Hashtag in die eigenen Kommentare hinzuzufügen, um so Doppelposts zu finden.

In dem sozialen Netzwerk Google+ werden die Hashtags rechts in den Google-Suchanfragen eingebaut. Wird in der Suche ein Hashtag eingegeben, werden die normalen Suchergebnisse sowie eine Google+ Seitenleiste mit allen relevanten Beiträgen angezeigt. Bei Google+ sind Hashtags also wirklich angekommen.

Hashtags auf Instagram

Instagram ist ein weiterer Hotspot für Hashtags, und insbesondere für diejenigen interessant, die gerne ausgiebig Fotos markieren. Interaktionen sind bei Instagram Beiträgen mit über 11 Hashtags am höchsten. Bei Instagram sollte also beim Einsatz von Hashtags nicht gegeizt werden.

Wichtige Hilfsmittel und Tools, um Hashtags zu finden und zu verwalten

Mit den richtigen Werkzeugen können Hashtags als Organisations-System für Social-Media-Kampagnen verwendet werden. Eines der wichtigsten Tools ist Hashtagify.me. Mithilfe dieses hilfreichen Werkzeugs können Unmengen von Daten analysiert werden und ähnliche Hashtags gefunden sowie ihre Popularität überprüft werden. Nach Eingabe eines Hashtags zeigt Hashtagify.me an, wie beliebt er ist und ob er eng mit dem ursprünglichen korreliert.

RiteTag ist ein Werkzeug, welches sicherstellt, dass die verwendeten Tags gut gewählt sind. Das Ergebnis wird als farbiges Balkendiagramm angezeigt – toll um einen schnellen Überblick zu erhalten.
Tagboard überprüft Hashtags auf mehreren Netzwerken: Twitter, Instagram, Facebook, Google+, App.net und Vine.

Twitalyzer ist kein spezielles Tool für Hashtags. Es zeigt im Rahmen der Suche nach Twitter-Konten an, welche Hashtags am häufigsten verwendet werden.

Vier Schritte, um die richtigen Hashtags zu verwenden

  • Schritt 1: Mit den zuvor genannten Tools können die optimalen Hashtags ermittelt werden. Twitalyzer bildet für die Suche danach eine gute Grundlage.
  • Schritt 2: Mit einer Ideen-Liste bewaffnet kann mit dem Tool Hashtagify.me überprüft werden, welche Hashtags beliebt sind.
  • Schritt 3: Die Popularität ist ein guter Indikator für den Wert von Hashtags.
  • Eine tiefere Analyse, beispielsweise mit RiteTag verhilft, einen Überblick über die Reichweite zu erhalten.
  • Schritt 4: Ein letzter Check ist die Überprüfung des gewählten Hashtags, ob es bereits an anderer Stelle in einem gänzlich anderen Zusammenhang verwendet wird.

Fazit: Die Faustregel sagt, dass nicht mehr als ein bis drei Tags benutzt werden sollten – und dies im Idealfall auf verschiedenen Plattformen verteilt. Bei Google+ ist der Einsatz wohl am wichtigsten, denn es generiert die Tags automatisch. Auf Facebook wiederum ist ein Einsatz von Hashtags sinnlos.

Hashtags-in-sozialen-Netzwerken

Hashtags in Sozialen Netzen

TwitterSoziale Netzwerke – egal welcher Art – sind einfach zu bedienen, schaffen (zielgruppen-orientierte) Verknüpfungen und sind zumindest im Falle „der großen“ Anbieter Bestandteil der täglichen Nutzung. Dies trifft mittlerweile sowohl für die internet-affinen Altersgruppen der Jugendlichen, wie auch die ältere Generation zu. Bereits anhand der Alters- und Erfahrungsunterschiede, aber auch den Bedürfnissen dieser unterschiedlichen Nutzergruppen sich in sozialen Netzwerken zu bewegen, wird rasch deutlich, dass dortiges Betreiben erfolgreichen Marketings kein Selbstläufer ist.

Hauptproblem ist dabei die fehlende Möglichkeit die Inhalte des eigenen Auftritts in den sozialen Netzwerken – sei es Facebook, Google+, Twitter, XING um nur die zentralen „player“ hierzulande aufzuzählen – zu gliedern.

Verantwortlich ist hierfür die vorgeschriebene chronologische Anordnung der Inhalte (Ausnahme: Anpinnen einzelne Beiträgt im Top-Bereich)!

Hinzu kommt, dass die Zielgruppen der sozialen Netze keineswegs stabil bleiben. Wendet sich z.B. in der jüngsten Vergangenheit die Zielgruppe der Jugendlichen bei Facebook immer weiter ab, so gewinnt Teilen von Neuigkeiten und Informationen bei Facebook kräftigen Zuwachs zu verzeichnen, was auch Google und Twitter nicht unbeachtet lassen werden.

Hashtags als Hilfsmittel zur Gliederung

Hashtags – oder zu Deutsch Schlagwörter – erlauben zumindest einen Ansatz der Gliederung innerhalb sozialer Web-Auftritte. Dabei werden Suchbegriffe mit einer Raute (#Suchbegriff) definiert, die es den Nutzern erlauben für sie relevante Themen mittels dem Schlagwort aufzuspüren und an der Diskussion teilzunehmen. Wichtig: Es werden natürlich nur Beiträge angezeigt, die entsprechend der Privatsphäre-Einstellungen des jeweiligen Netzwerks für den Nutzer sichtbar sein sollen, was bedeutet das „private Gespräche“ auch mit Hashtags nicht öffentlich zugänglich werden.

Wer bietet Hashtags an?

Seit dem vergangenen Jahr als Facebook nachgezogen hatte, sind die Hashtags in jedem großen sozialen Netz zu finden. Zunächst hatte Twitter diese etabliert, bevor Google+ (im Oktober 2011) und Facebook (im Juni 2013) die Technik aufgriffen und einsetzten. Zudem bieten Pinterest, Instagram und LinkedIn diese an – XING hingegen leider noch nicht.

Hashtag ist aber nicht Hashtag – zumindest in Bezug auf die virale Reichweite – wie Edgerank Checker in seinem Beitrag festhält, wo Twitter und Facebook verglichen werden. Das Ergebnis: Während Hashtags bei Twitter die Chancen nahezu verdoppeln, hinkt Facebook noch hinterher und hat sogar einen negativen Erwartungswert.

Wie werden Hashtags eingesetzt?

Als Publisher im sozialen Netzwerk sollten Hashtags zudem mit Sorgfalt eingesetzt werden! Denn werden diese ausschließlich ver(sch)wendet, um höhere Seitenzugriffe zu erhalten, agiert man analog einem Spammer, da die Inhalte für die Zielgruppe ohne „spürbaren“ Mehrwert präsentiert werden. Hashtags sollten themenbezogen sein. Zu viele Hashtags erregen ebenso den Verdacht bei den Nutzern, dass die Inhalte eher weniger interessant sind. Als Faustregel gilt: Beiträge mit mehr als drei Hashtags werden eher ignoriert.

Hinzu kommt, dass Hashtags als Links wahrgenommen werden und somit zum Beispiel bei Twitter ein Beitrag schnell ausschließlich als Link-Sammlung agiert und für den Leser der Verdacht nahe liegt, dass kein Inhalt geboten wird. Bevor die Beiträge „sinnlos“ mit Hashtags vollgestopft werden, ist es besser gar keine zu verwenden.

Bei der Wahl des richtigen Hashtags gilt, dass diese weder zu allgemein, noch zu lang sein sollten. Letztlich werden nur bekannte oder für die Nutzer relevante Hashtags gesucht, sodass ein Hashtag ähnlich einem Brand ein Wiedererkennungsmerkmal (siehe z.B. die Erfolgsgeschichte vom Hashtag „#aufschrei“) vorweisen sollte. Dass dabei meistens ein kurzes Hashtag leichter zu merken ist als ein sehr langes versteht sich von selbst. Zu prüfen ist auch, ob der Hashtag die Zielgruppe eigentlich noch erreicht oder ob die dort platzierten Beiträge von Spammern dominiert werden.

So hat z.B. der Hashtag „#hashtag“ keine wirkliche Relevanz mehr, da die dortigen Beiträge zumeist ohne Mehrwert sind. Hashtags die gegenwärtig von vielen Lesern genutzt werden kann man zum Beispiel durch die Trend-Anzeige bei Twitter (links auf der Startseite) ermitteln.

Zu beachten ist: Bei Twitter werden Hashtags zumeist mitten im Fließtext (Tweet) eingesetzt, während sich Facebook und Google+ dahingehend positionieren, dass diese an das Ende des Beitrags gestellt werden. Dort sollten diese zudem nicht mehr als 10 Prozent des Gesamtbeitrags ausmachen!

Fazit Hashtags

Die Inhalte, die über die sozialen Netze gestreut werden sollen, müssen für das jeweilige Netz entsprechend angepasst sein (siehe Vergleich Twitter und Facebook), sodass erfolgreiche Konzepte nicht einfach „kopiert“ werden können.

Bei Twitter dominieren Hashtags mitten im Text, während Facebook und Google+ die Hashtags am Ende bevorzugen. Bei der Wahl des zu verwendenden Hashtags sind diese zuvor auf deren Bedeutung im sozialen Netz zu prüfen.