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Veröffentlicht Google demnächst Quality-Guidelines?

In einem kürzlich veröffentlichten Webmaster-Video beantwortet Matt Cutts eine Frage zu der Einflussnahme von Googles menschlichen Qualitätsprüfern auf die SERPs. Darin stellt er klar, dass die Bewertung keinen direkten Einfluss auf das Ranking haben. Viel mehr dienen die Beurteilungen der Quality Rater dazu, die Algorithmen zu überprüfen und Verbesserungen zu entwickeln. Doch die interessantere Aussage macht er gegen Ende des Videoclips. So deutet er nämlich an, dass die Guidelines der „human quality rater“, nach denen diese Websites beurteilen, womöglich bald publiziert werden.

Zwar wurden diese, nach Cutts eigener Aussage, vor einiger Zeit teilweise „geleakt“, doch geschadet hat dies dem Konzern nicht. Warum also nicht offensiv mit dem Thema umgehen und die Guidelines öffentlich zugänglich machen? Die so genannten „Quality Rater’s Guidelines“ wären die ersten, die Google bewusst preisgeben. Sonst setzt der Suchmaschinen-Gigant eher auf strenge Geheimhaltung, wenn es um interne Arbeitsprozesse geht. Grund genug, sich die Tätigkeiten der menschlichen „Quality Rater“ einmal genauer anzuschauen.

Was genau tut ein Quality Rater?

Laut Matt Cutts dienen die Qualitätsprüfer nicht nur für die Überprüfung und Optimierung der Algorithmen. Viel mehr sollen sie mit gesundem Menschenverstand die Suchergebnisse beurteilen – sowohl innerhalb der Ergebnisliste als auch im Einzelnen. Dabei besuchen sie unter anderem Websites, die bei Suchanfragen angezeigt wurden, schätzen die inhaltliche Relevanz sowie die Strukturen der Inhalte ein und halten nach Spam Ausschau. Ihre Eindrücke geben sie anschließend an Googles Ingenieure weiter. Sie gehen also den Qualitätsproblemen auf den Grund und arbeiten eng mit den SEO-Experten von Google zusammen. Durch die Arbeit der Prüfer soll die Qualität der Suchergebnisse verbessert dauerhaft gewährleistet werden. Auch wenn kein direkter Einfluss auf die Resultate besteht, so ist doch ein passives Einwirken durch die manuelle Kontrolle vorhanden. Wer sich für den Job interessiert, kann sich übrigens bei Google bewerben. Die Aspiranten erwartet nach er Zusage eine interne Ausbildung, in denen sie die nötigen Fähigkeiten erwerben. Außerdem lernen sie die Maßstäbe für die Überprüfung kennen.

Bedeutung für die Suchmaschinenoptimierung

Die Qualitätsprüfer ergänzen die SEO-Maschinerie mit all ihren Algorithmen und Strukturen um eine menschliche Komponente. Sie sorgen dafür, dass Websites nicht für Suchmaschinen entwickelt werden, sondern für die Besucher. Das ist eine klare Ansage an die SEO-Branche. Es gilt auf die Qualität der Inhalte zu achten, einen hohen Mehrwert für die Besucher zu schaffen und mit legalen Mitteln die Sichtbarkeit der Homepage zu steigern. Sollten die Guidelines tatsächlich publiziert und somit für Website-Betreiber zugänglich gemacht werden, dann werden diese bedeutende Einblicke in die Wertevorstellungen von Google liefern. Auch das käme der Qualität von Webpräsenzen sicherlich zugute.

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