Vom offenen Web zurück in die Sandbox – Teil 3.1

Eine Betrachtung auf die Entwicklung von Google und der SEO-Branche in drei Akten
In Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

…und dem Übergang in die nahe Zukunft…(Erster Teil)

Die überragende Qualität der organischen Suchergebnisse war von der ersten Stunde an das Hauptziel der Google Inc., das damals unter den anderen Webverzeichnissen und Suchmaschinen noch keine führende Rolle einnahm und sich gegen die etablierten Suchmaschinen daher mit flotter Bedienung und hoch qualitativen Search Results profilieren musste. Neben den Möglichkeit, aktiv Umsätze mit Google AdWords zu generieren, bestimmte Angebote in Form von digitalen Textanzeigen und anderen Maßnahmen besser zu stellen und Keyword-bezogen in der AdWords-Leiste auf jeder SERP darzustellen, war die Realität eben diese, das ein Großteil des Content vor allem auf die Zukunft hin betrachtet, primär aus dem privaten oder nicht-kommerziellen Sektor ( u.a. NGOs ) – sprich geldloser Klientel – kommen würde und dementsprechend die Qualität der Ergebnisse und ihrer Ausführung Vorrang haben musste um die ersten Anfangserfolge zu sichern und zu zementieren. So würde Google den Vorsprung durch die bessere Firmenpolitik und die frischeren Ideen mit einem treuen Nutzerfundament auszubauen. Diese Epoche der Suchmaschine – die des Fair Plays – sollte sich halten, bis eine neue Form der weltweiten Vernetzung ihren Siegeszug durch das Internet antreten sollte und eine im Jahr 2012 geschätzte Zielgruppe von 1,2 Milliarden Menschen weltweit mit steiler Tendenz nach oben ansprechen sollte: Die sozialen Netzwerke.

– 1,2 Milliarden Menschen weltweit in der altersrelevanten Zielgruppe: Der SEO-Markt um Google ist gewaltig –

Damit sollte eine Entwicklung beginnen, die alles althergebrachte, kaum zwanzig Jahre nach der Unternehmensgründung Googles als Geschichte verblassen, denn das Unternehmen entwickelte sich von hier an auf den Erhalt von Marktanteilen gegenüber der neuen Konkurrenz, den sozialen Netzwerken (Social Networks) vor allem in Form des weltgrößten und nahezu allseits präsenten, in sich geschlossenen Netzwerk Facebook immer weiter und expandierte mit diesem Produktangebot, vor allem gefördert durch das massive Potential und die nahezu unbegrenzten finanziellen Mittel nach dem Start-Up und der Eroberung des Suchmaschinen-Marktes immer weiter und begann die schon von erster Stunde gepflegte Politik, die über die eigenen Angebote generierten Inhalte, von der Mail bis zum Softwareprojekt im Google Code Hosting vollständig zu erfassen, katalogisieren und für personalisierte Suchergebnisse ohne Rückfrage an den User auch kommerziell zu verwenden und sich damit eine Goldmine zu schaffen, von der die meisten im mittleren bis oberen Segment des Online-Marketings ihren Lebtag nur träumen dürfen, vor allem da die Daten über Surfverhalten, Pageviews und ähnliche, auch für das Suchmaschinenmarketing sehr interessante Profildaten quasi „En Passant“ abgreift und diese Position durch die über 90% liegenden Marktanteile und die vollkommene Durchdringung des Marktes mit Cookie-gesteuerten Applets und Plug-Ins für nahezu alle populären Publikationssysteme (CMS, Content Management Systeme) eine unerschöpfliche Datenmine zu erschlossen haben schien

– Der Wandel vom Web-Dienstleister vom allumfassenden Datensammler zeichnet sich bei Google ab –

Mit dem kometenhaften Aufstieg der sozialen Netzwerke, wie eben Facebook im globalen als Marktführer und darüber hinaus lokaler Angebote wie der VZ-Netzwerke in Deutschland (SchülerVZ, StudiVZ und MeinVZ als jeweilige eigenständige Soziale Netzwerke), vKontakte im russischsprachigen Raum, Orkut vorrangig auf dem südamerikanischen Kontinent oder Qzone, Sina Weibo und RenRen in der bevölkerungsreichen Volksrepublik China und LinkedIn in englischsprachigen Staaten außerhalb des angelsächsischen Spektrums und des Commonwealth, bildete sich jedoch ein ähnlich operierender, rasch wachsender Konkurrenzmarkt, der basierend auf den tiefgreifend detaillierten Datensätzen ihrer Nutzer Inseln im bis zu diesem Zeitpunkt von Google kontrollierten Markt begann, die Monopolstellung der Suchmaschine anzukratzen, mit ihrem Aufwuchs auf Milliarden von aktiven Nutzern, mit der tiefgreifenden Bereitstellung von Internetfähigen Geräten auch in Drittweltländern einen rasant wachsenden Markt erschließend, schlussendlich auch auf den Radarschirmen der Betreiber von Google als bedrohliche Variable wahr genommen wurde. So sollte es auch nicht lange dauern bis man seitens Google, angefeuert vom Erfolg und dem dadurch entstehenden Konkurrenzdruck des vom Harvard-Studienabbrechers Mark Zuckerberg gegründeten Netzwerks Facebook, sein eigenes „Social Network“ präsentieren sollte: Google+.

– Die Bedrohung des Google-Monopols durch die sozialen Netzwerke –

Dieses Netzwerk sollte perfekten Symbiose zwischen sich eher statisch verhaltenden Inhalten der von Google erfassten Webseiten inklusive der dort platzierten Applets sowie der dynamischen Verwertung von Kundendaten den eingeloggten User optimal mit auf seine Interessen abgestimmte Online-Werbung mit höherer Click-Through-Rates versorgen um die gewonnenen Anteile im Ad-Marketing-Segment zu halten, bestenfalls sogar auszubauen. Im im Gegenzug eine technisch auf dem Stand der Zeit befindliche systemübergreifende, bereits in die zusammengefassten Dienstleistungen der Google Inc. integrierten Plattform der Social Media zu bieten und das Dienstleistungspaket für
Die offensive Ausweitung dieses Marktes würde für die angestammte SEM-Agenturen schwere Zeiten bringen: Denn die geschlossenen Social Media-Plattformen waren bereits bei ihrem ersten Erscheinen ein Bereich, in dem die Suchmaschinenmarketing-Branche zunächst nur durch die Vermittlung und Erstellung von Social Media Marketing Related Content und dem klassischen, wenig Ertrag abwerfenden, da von Google und Facebook strikt durch und durch auch Preislich reglementierten, Anzeigengeschäft teilnehmen konnte. Die vorhandenen Strukturen waren gerade beim Marktführer unter den Social Networks, Zuckerbergs‘ Facebook, durch dokumentierte APIs die Möglichkeiten für Suchmaschinenoptimierer ideal um sich mit dem soziale Netzwerk zu verbinden, doch die Spielregeln blieben fest in der Hand des Unternehmens.

– Harte Bandagen: Daumenschrauben für SEM-Profiler und Marketingagenturen in den sozialen Medien sind längst angelegt –

… Fortsetzung folgt morgen!

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