Kurz und knackig – Retro Blogging wieder aktuell, Teil 1

Eine Anleitung und Fürsprache für klassisches Content Design

BloggenHeute beginnt untere 5teilige Serie die an alle Blogger gerichtet ist. Vom 18.3. bis 22.3. erfahren Sie so einiges über bloggen einst und jetzt. Sie sind herzlich eingeladen Kommentare mit Ihren Erfahrungen zu hinterlassen!!

„Früher war alles besser!“ – Wer würde sich schon wundern, wenn sich ein findiger, vielleicht auch eher windiger Anwalt diesen Satz als Wortmarke sichern würde? So oft wie er in allen nur erdenklichen Situationen seine Verwendung findet, könnte man fast einen neuen Abmahn-Skandal wittern. Doch in diesem Artikel soll es gar nicht um die vielfach geschmähten Patent-Trolle und Abmahnwütigen gehen, sondern tatsächlich um den Kern der Aussage selbst – Und zwar im Bezug auf das aktuelle Umdenken bei der Gestaltung von SEO-relevantem Content, vorrangig auf Weblogs.

In die Erinnerung gerufen: Was ist eigentlich ein Blog?

Weblogs, kurz „Blog“: Das waren die ersten Schritte der Internetgemeinde in Richtung dessen, was später einmal als „Web 2.0“ ein Marketing-relevantes Schlagwort werden sollte. Die Erstellung von Content auf dezentralisierten Platt-formen, jenseits der Redaktionen und Webseiten, welche bis dahin ein gewisses Monopol auf die Verbreitung von Inhal-ten hatten, fanden nun erstmalig auf breiter Linie eine Opposition an, mal mehr, mal minder unabhängigen Plattformen, deren Autoren, unabhängig von Sprachgebrauch, Medienpolitik und leider viel zu oft auch fachlicher Unterfütterung ein basisdemokratisches Recht ausübten: Einfach mal die Meinung sagen.“.

Aus dieser Bewegung, deren Ursprünge sich in den berühmt-berüchtigten Webseiten aus den Baukästen von längst verblassten Titanen des „Web 1.0“, wie etwa Yahoo GeoCities oder Lycos Angelfire, später auch Web.de im deutschen Raum und der späten Entwicklung ins kommerzielle, etwa durch 1&1, begründet liegen, sollte sich mit der flächende-ckenden Verbreitung von Internetzugängen der 1997 erstmals geprägte Begriff spätestens auf der Mitte der 2000er zu einer Massenbewegung entwickeln, aus der später die sozialen Netzwerke, wie Facebook oder Google+ entstanden sind.

Der Ritt auf dem SEO-Pferdchen: Fürs Google-Ranking mal „Hü“, mal „Hott“, immer hin und her

Die Kritik, welche am aktuellen Stil des Google-gerechter Contents, der in den Blogs publiziert wird, geübt wird, liegt begründet in der Ankündigung der Google-Entwickler, in Persona Matt Cutts, das sich die fachliche Tiefe und Ausführ-lichkeit zukünftig als ausschlaggebend erweisen soll um inhaltlich hochwertigen Content zu fördern.

So löblich dieser Gedankenansatz unter der Prämisse erscheint, das der Nutzer möglichst hochqualitativen Content in den Suchergebnissen der Suchmaschine erhält, ist er gerade unter den Aspekten der inhaltlichen Diversität (Content diversity als Schlagwort) ein Hieb auf einen der aktivsten und inhaltlich dynamischten Bereiche des Internets: Der Blo-gosphäre.

Das große Lesen im Kaffeesatz – Version 2.0: Der Block statt Blog

Denn auf diese Ankündigung hin, welche im Vorfeld des Penguin-Update für den Google Suchalgorithmus kommuni-ziert wurde, folgte ein rascher Schwenk einer großen Anzahl von semiprofessionellen Blogs, welche ihre Content-Politik grundlegend änderten. Statt wie zuvor üblich, thematisch eng abgegrenzte Artikel zu veröffentlichen, welche Grundlage für lokale Diskussionen in den Kommentarbereichen boten und auf die man in Repliken Bezug nehmen konnte, durchaus auch raschen Impulsen folgend, wechselte hin zu einem durchgekaderten Content Design.

Dies erfolgte durch den Versuch der SEO-affinen Bloggerszene, nun durch die Präsentation umfangreichster Texte, welche große Ähnlichkeiten zu thematisch tiefgreifenden Fachschriften aufwiesen.
mit dem dynamischen und auch hochfrequentierten Blogging-Stil früherer Tage zu tun hatte. Eben genau dieser Stil ist es, welcher tendenziell in 2013 dazu ansetzt, wieder Mode und „state of the art“ zu werden. Diese Renaissance des klassischen Bloggings möchten wir hier mit einer Anleitung auf den kommenden Seiten für euch greifbar machen und Wünschen euch viel Spaß beim Lesen!

Lesen Sie morgen: das grundlegende Verständnis für das Abwenden von klassischem Content Design zu Gunsten der durch Google propagierten inhaltlichen Sach- und Fachschwerpunktsetzungen

 

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