SEO: Don’t become evil, Google! Teil 3 – Wir spielen ein Gedankenspiel

Verdachtsmomente einer Verschleierungstaktik von Google über die Zukunft des SEO in Verbindung mit der Suchmaschine

Teil 3 – Wie sähe eine Eskalation der Ansätze der Suchmaschine zum Ausbooten der SEOs aus? Wir spielen ein Gedankenspiel.

Es bleiben zu dieser Teilbetrachtung der Figur des „Over optimizating“-SEO nur die Widerlegung der mit der Kriminalisierung einer, von Google als übermäßig erklärten Ausschöpfung von Potential: Ist der Webmaster unfähig, schadet er nur sich selbst. Ist der Webmaster begabt, verletzt er keine Richtlinien und nutzt die Mechanismen, die durch Google selbst durch die unterschiedliche Bewertung von Webseiten erst bereitgestellt hat. Müsste es nicht sogar das Ziel jedes SEO-Professionals sein, einmal im Leben, ob als Gesellenstück oder Meisterwerk, sich genau an ein solches Projekt zu setzen? Und zuletzt bleibt noch die Frage: “Mr. Cutts, welches Problem haben sie mit der SEO sowohl als Berufsfeld als auch als Konzept?“

Um diese Frage zu beantworten, haben wir die einige Aussagen des Abteilungsleiters für Ergebnisqualität übersetzt und Anhand des verwendeten Wording von Matt Cutts erlauben wir uns, die gezeigten Ansätze weiterzudenken:

„Es wird im Zuge des Roll-Out des „Penguin“-Updates ein Spielfeld planiert, welches zwar nach wie vor von einer gut aufgestellten und trainierten Fußballmannschaft genutzt wird. Da gibt es keine Widerrede, denn das gehört unverrückbar zur weiteren Planung der Entwicklung der von uns erwünschten Ergänzung der Vielfalt der Mitspieler, die bald zwangsläufig in die Fußballmannschaft integriert werden

Es wird unweigerlich in dieser Form stattfinden, in Zukunft werden dort bevorzugte Sportler gefördert, die von uns durch die Behinderung mittels bleierner Fußmanschetten der ursprünglich dort Trainierenden zunächst auf dem Niveau der neuen Trainingskameraden anzupassen und eine Chancengleichheit herzustellen. Außerdem wird der Verein von einem Fußballclub zu einem Pilates Fitness Club umgewidmet.

Als werden Platzwart unseren neuen Mitgliedern freieren Zugang zu unseren Sportanlagen gewähren und als einziges Mitglied der Jury ihre Leistungen vermehrt positiv bewerten, wenn notwendig indem wir die Bewertungen zu ihren Gunsten ändern. Sie mögen kein Pilates? Das tut uns leid, aber vielleicht können sie sich ja durch Teilnahme am Training in der Sporthalle gefallen an der neuen sportlichen Ausrichtung ihres Vereins gewinnen!“

Auf welches Spielfeld sich Matt Cutts bei dieser, als Sinnbild kommunizierten Ankündigung bezieht, ist leicht zu erkennen wenn man den Kontext einer großen Änderung vieler bisher gültiger Regeln bis hin Sanktionierung einer vermeintlichen „Übermäßigen Suchmaschinenoptimierung“ betrachtet.

Bei dem zur Planierung vorgesehenen Spielfeld handelt es sich um den auf die Ergebnisseiten der Google Suche, auf der zur Zeit noch der rege Wettbewerb des Ringens der SEO-Professionals um die optimale Positionierung ihrer Inhalte auf der ersten Seite der für ihre keywordrelevanten SERPs abspielt.

Doch welchem Zweck würde eine solche Planierung eines Spielfelds und der damit einhergehenden Zerstörung der darauf gewachsenen Strukturen dienen, sollte die Auslegung der Worte des Chefs der Google-internen Qualitätssicherung zutreffen? Um das besser zu verstehen, ist es angeraten sich näher mit der Umstellung zukünftiger Gestaltungs- und Inhaltskonzepte auf die Bedürfnisse des menschlichen Konsumenten zu beschäftigen, welcher die heute vorherrschenden Formgebung von technischer und inhaltlicher Realisierung von Webseiten, bei der vorrangig bestimmend die Ausschöpfung des größtmöglichen Faktors einer positiven Gesamtbewertung durch den Suchalgorithmus von Google, dem klassischen SEO also, ersetzen soll und in Zukunft dessen Platz einnehmen soll. Das daran ein Funken Wahrheit stecken könnte, findet man auch im vorhergehenden Satz aus dem Zitat von Matt Cutts zum Thema „Over optimization“:

„[..] those people […] have been […] “overly” doing their SEO, compared to the people who are just making great content and trying to make a fantastic site,“

Es klingt zunächst sympathisch, was Cutts hier von sich gibt, oder? Fast schon, als handle es sich um den biblischen Kampf zwischen dem kreativen, doch zu klein geratenen David und dem „overly“ agierenden Riesen Goliath, bei dem Google nun für den kreativen Underdog Partei ergreifen will. Doch hinter dieser Aussage steckt zunächst einmal nur eine weitere Ankündigung: Wie sich eine „Überoptimierung“ gestaltet, lässt sich variabel bestimmen und dass es so kommt, verrät der Google-Offizielle mit Hauptauftrag „Search Quality“ nur zwei Sätze später auf eine freundliche und harmlos anmutende Weise:

[…] We try to make our relevance more adaptive so that people don’t do SEO….we handle that […]

Hatte ich noch am Anfang dieser Bilanzierung über die ausgebrochene Hysterie unter den deutschen SEO-Professionals ein inneres Oktoberfest gefeiert, so lässt sich die Gesamtheit der Aussagen, die im Kontext dieses Gesprächsauszuges fallen, fast unweigerlich als etwas anderes als die Kriegserklärung der Google Inc. gegen die SEO-Branche verstehen, deren erster Schritt der Roll-Out des unter dem Projektnamen„Penguin“ Update des Google-Algorithmus verstanden werden müsste, wenn man nicht jeden Glauben in das inoffizielle Motto des Konzerns stecken würde: „Don’t be evil!“.

Das war nun der letzte Beitrag dieser 3teiligen Mini Serie.

Auf Ihre Kommentare dazu freue ich mich!

Hier eine Auflistung der kompletten Serie:

 

Dies ist ein Artikel von Jan Hinzer

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