SEO: Don’t become evil, Google! Teil 1 – Die neuen Schwerpunkte

Verdachtsmomente einer Verschleierungstaktik von Google über die Zukunft des SEO in Verbindung mit der Suchmaschine

Teil 1 – Die neuen Schwerpunkte:
als ersten Schritt zu einem in sich geschlossenen Googlenet?

Schöne neue Zukunftsmusik mit Google. Genauere Ergebnisse durch bessere Algorithmen, höhere Wertung von Inhalten vor technischer Optimierung, alles würde noch besser, sprichwörtlich blühende Landschaften warteten auf das Internet, wollte man den Aussagen des Konzerns glauben schenken.

Doch das alles verliert seinen Glanz, je länger man sich mit den Kommentaren zur Entwicklung auseinandersetzt, nur eben das sie auf freundliche Worte verzichten und ohne die geschickte Inhaltspräsentation des „Penguin“-Updates in Fragmenten gesammelt und dokumentiert wurden, auskommen mussten.

Die von den Google-Officials in Interviews getätigten Aussagen, vorrangig aber Matt Cutts, dessen Abteilung mit der Umsetzung der neuen Richtlinien betraut war und welcher sehr häufig und oftmals ohne „Blatt vor dem Mund“ im Klartext sprach, wenn es um die Thematik der Zukunft der Suchmaschinenoptimierung für die Google Suche ging.Und das mit einer an den Tag gelegten Deutlichkeit die man so in den, von positivem Wording und der Hochglanzpräsentation Pressemeldungen des „niemals böse werdenden“ Konzerns nicht findet.

Google, das mit seinen als Innovationen daherkommenden Veränderungen die Erschließung neuen Datenminen und der Ausbeutung bereits vorhandener Datenberge schönredet und Innovationen, von denen jede einzelne bekanntermaßen einen Offenbarungseid bedeutet

gegenüber dem Fernmeldegeheimnis und dem Handling vertraulicher Daten und Verlusterklärung an ihre Datenhoheit darstellt und auf den Servern der Suchmaschine zu einer personengebundenen Kollektion aller jemals von ihnen erfassten Daten eine digitale Autobiographie ihrer selbst zusammengefügt wird, auf welche die erfassten Individuen niemals Zugriff erhalten würden.

Hatte man sich nicht im Vorfeld über die vermeintlichen Verschwörungstheorien jener SEOs lustig gemacht, welche sich in Artikel und Kommentarspalten in die digitale Öffentlichkeit wagten,

Das man seitens Google einen Krieg gegen die Suchmaschinenoptimierer führen würde, klang vor zwei Tagen noch wie hanebüchener Unsinn und gerade jetzt wurde meine Überzeugung durch den Ausschnitt einer Stellungnahme von Cutts zum Thema der neuerdings mit einer Penalty versehenen „Überoptimierung“ von Webseiten konfrontiert, in denen das, was ich von anderen gehört und gelesen hatte, in dicken, gedruckten Lettern zwischen den Zeilen vor mir liegen hatte. Was mich beunruhigte?

Das Projekt „Penguin“ vermutlich als ersten Schritt einer Serie sauberer „Cutts“ , vor allem aber der einseitigen Ausgrenzung der SEOs

Matt Cutts, der Leiter der Google-internen Search Quality, trat im Rahmen der SXSW in April dieses Jahres in Austin (TX), als Redner auf. Durch die erneute Änderung der Spielregeln der Suchmaschine und der seit dem „Panda“-Update in 2011 erschien es, als würde der Markt keine Ruhe in Ermangelung von sich einpendelnden Ergebnissen finden. Entsprechend schroff scheint der Ton ausgefallen zu sein, der dem Repräsentanten der Google Inc. entgegen schlug und ihm scheinbar für einen Augenblick die Kontrolle entglitt und er sich zu einer Aussage hinreißen ließ, welche bei korrekter Deutung einer direkten Absage gegenüber den versammelten SEO-Experten gleichgekommen sein musste.

Auf den ersten Blick handelt es sich nur um eine wenig formelle Erklärung wie in Zukunft mit dem, seit „Penguin“ offensichtlich wahrgenommen, zumindest aber erst seit dieser Iteration offen kommunizierten Problems der sogenannten „Over optimization“, welche durch den neuen, zu diesem Zeitpunkt bereits kurz vor dem Roll-Out befindlichen Algorithmus rigoros sanktioniert werden würde.

Soweit so gut, denn „zu viel“, das wissen all jene, die mit der SEO vertraut sind, ist schließlich unbestreitbar eine gute Maßnahme für den Erfolg einer „On-Page“-Optimierung, wie könnte man Cutts also widersprechen? Ich bin mir sicher, den tieferen Sinn seiner Worte und die Wahrnehmung wird ohnehin durch die aufgebrachten Anwesenden nicht ganz auf das Rednerpult fokussiert gewesen sein. Doch wieder einmal sollte es sich bestätigen, das man Männern, die wie Matt Cutts am oberen Ende eines Konzerns sitzen, ganz genau zuhören sollte wenn sie reden.

Denn im Verlauf des Gespräches auf der SXSW schien der Repräsentanten der Suchmaschine selbst nicht ganz bei der Sache gewesen zu sein, denn im Verlauf seiner Ansage gegen den übermäßigen Einsatz von SEO-Maßnahmen schien er sich von seinem inneren emotionalen Aufruhr bei der Wahl der Worte leiten zu lassen. Diese werde ich im folgenden aus dramatischen Gründen in Teilzitaten behandeln:

“[….]We want to sort of make that playing field a little bit more level. So that’s the sort of thing where we try to make[…]„, Matt Cutts – Google Inc.

Diesen Satz muss man vor allem in seinem Kontext lesen, vielleicht auch diesen Schritt einige Male wiederholen um ihn dann auf sich wirken lassen. Gefallen sind diese Worte im bereits angerissenen Kontext der Abwertung von Webseiten durch die Vergabe eines algorithmischen Penalty aufgrund von „Over optimization“.

Hier eine Auflistung der kompletten Serie:

 

Dies ist ein Artikel von Jan Hinzer

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