Above the Fold

Was ist above the fold und was bedeutet es?

Above the fold kommt aus dem englischen Sprachgebrauch im grafischen Bereich und bedeutet eigentlich nur „über der Falz“.

Umgelegt auf Webdesign und SEO steht es für den sofort sichtbaren Bereich einer Webseite, den man ohne zu scrollen, sieht wenn man die Homepage besucht.

Ab und zu spricht man auch im Suchmaschinen Index von „above the Fold“ wenn man dort innerhalb der ersten 5 Suchtreffer gelistet ist (da man diese, bei einer Standard Monitor Auflösung, am Bildschirm sieht ohne scrollen zu müssen)

Was bedeutet „Above the fold“ für die Suchmaschinenoptimierung?

Unter dem Begriff „Above the fold“ ist der Bereich einer Webseite zu verstehen, den Internetnutzer sehen, ohne scrollen zu müssen. Scrollt der User, so sieht er den Webseiten-Bereich, der mit „Below the fold“ beschrieben wird. Der aus dem Druckerei-Bereich stammende Begriff „fold“ bezeichnet die Falzlinie, demnach die Kante eines geknickten Papiers. Bezogen auf die Themen Marketing, SEO und Webdesign ist der „fold“ die unterste sichtbare Kante im Browserfenster ohne zu scrollen. Welche Bedeutung hat „Above the fold“ nun für SEO?

Die goldene Mitte

Das Konzept „Above the fold“ spaltet die Gemüter. Denn zum einen ist es so, dass Internet Nutzer all diejenigen Inhalte nicht lesen, die nicht innerhalb des obersten Sichtbarkeitsbereichs zu erkennen sind. Daher werden auch in Werbekampagnen die Layouts so gestaltet, dass die wichtigsten Elemente möglichst am Anfang präsentiert werden, wie beispielsweise Webebanner oder Call-to-Action-Elemente. Zum anderen argumentieren aber die Gegner, dass es den „fold“ an sich im Online-Bereich gar nicht gäbe, da die Sichtbarkeitsbereiche der Nutzer unterschiedlich sind – ebenso wie das Scrollverhalten.
Eine Studie belegt, dass Nutzer fast immer scrollen – teilweise sogar schon, bevor die Webseite überhaupt geladen ist. Außerdem brachte die Studie zu Tage, dass der Bereich einer Seite am oberen Ende eine um bis zu zwanzig Prozent geringere Sichtrate hat als der restliche Inhalt. Auch das liegt am Scrollverhalten, wenn Leser mit dem Scrollen noch während des Ladevorgangs beginnen. Am besten wahrgenommen wird eine Höhe von 550 Pixeln mit etwas über 80 Prozent. Scrollende Nutzer verbringen daher mehr Zeit unterhalb des folds und nicht darüber. Elementen, die sich somit über dem Fold befinden, wird nicht zwangsweise auch mehr Aufmerksamkeit geschenkt.
Viel entscheidender ist es, wann das Call-to-Action-Element auf dem Bildschirm erscheint: Es muss dann dem Nutzer zur Verfügung stehen, wenn er überzeugt ist und interagieren will. Doch für Werbeanzeigen ist eine hohe Sichtbarkeit essenziell. Eine Google Studie brachte zutage, dass vertikale Werbebanner erfolgreicher sind als horizontale. Außerdem zeigt diese Studie, dass die Sichtbarkeit oberhalb des Folds bei 68 Prozent und unterhalb bei 40 Prozent liegt. Die sichtbarsten Elemente liegen knapp oberhalb des Folds.

Die Bedeutung des Folds für die Suchmaschinenoptimierung

Die obigen Studien belegen: Ein Layout, das die „Above the fold“-Regeln berücksichtigt, ist benutzerfreundlich. Ein weiterer Pluspunkt: Auch Google bewertet dies positiv. Allerdings möchte Google gleichfalls verhindern, dass zu viele Werbebanner „Above the fold“ platziert werden, daher straft Google solche Webseiten ab. Google möchte nicht mehr als maximal drei Banner hier sehen und stattdessen die wichtigsten Inhalte oberhalb des Folds. Dies berücksichtigt Google daher auch seit dem Jahr 2012 in seinem Such-Algorithmus: Seiten mit zu vielen Werbebannern rutschen in der Sichtbarkeit nach unten.

Durch die Nutzung von mobilen Geräten und somit durch die unterschiedlichen Displaygrößen hat sich auch die Bedeutung des Folds geändert. Durch Responsive Design erscheint nun die Falzlinie an den unterschiedlichsten Positionen der Webseite. Der Sichtbarkeitsbereich hängt seitdem von verschiedenen Faktoren ab, wie beispielsweise Bildschirmauflösung oder Seitenvergrößerung. Wie kann das nun beim Webseitendesign umgesetzt werden? Hierfür gibt es keine allgemeingültige Regel. Sicher ist nur, dass immer noch der wichtigste Content am Anfang der Seite gestellt sein sollte. Die Falzlinie selbst sollte so gestaltet werden, dass Leser weiterschauen möchten, daher muss das Scrollen gefördert werden.

Hierbei helfen die nachfolgenden Tipps:

  • Unterschiedliche Spalten: Ist der Content in versetzten Spalten aufgeteilt, wissen Leser, dass noch mehr Informationen zu finden sind, da der Textabschnitt vom Fold unterbrochen ist. So werden User weiter nach unten scrollen. Viele Zeitungen verwenden diese Methode bei ihren Online-Ausgaben.
  • Vorgezeichnete Wege: Vorgezeichnete Wege, die durch die Falz geteilt sind, animieren ebenfalls zum Scrollen.
  • Hinweise: Hinweise machen den Leser darauf aufmerksam, dass auf ihn im unteren Seitenbereich noch mehr Informationen warten.

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Weitere Informationen dazu können Sie hier nachlesen: Onpage.org

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